Herzlich Willkommen auf meinem Blog

Herzlich Willkommen auf meinem Blog
Mittelbrücke auf Föhr - seit 2023 ist sie leider Geschichte
Posts mit dem Label Gedanken zum Thema werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Gedanken zum Thema werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Donnerstag, 20. Februar 2025

Ein rotes Seil...

Hallo, Ihr Lieben jenseits des Meeres - und auch ihr, hier auf der Insel, in dieser Flaschenpost möchte ich mit euch ein paar Gedanken teilen, die mir während meiner Vorbereitungen auf diverse Andachten oder pädagogische Angebote in unserer Gemeinde gekommen sind.
Ich bin nämlich auf eine Geschichte gestoßen, die ich vermutlich schon mal gelesen hatte (ich habe die Bibel mindestens einmal komplett gelesen), aber ich  hatte diese Geschichte nicht mehr parat. 
Kennt ihr die Geschichte von Rahab?
Hier kommt der Bibeltext dazu:

Josua 2, 1-24:

Josua aber, der Sohn Nuns, sandte von Schiittim zwei Männer heimlich als Kundschafter aus und sagte ihnen: Geht hin, seht das Land an, auch Jericho.

Sie gingen hin und kamen in das Haus einer Hure, die hieß Rahab, und kehrten dort ein. Da wurde dem König von Jericho angesagt: Siehe, es sind in dieser Nacht Männer von den Israeliten hereingekommen, um das Land zu erkunden. Da sandte der König von Jericho zu Rahab und ließ ihr sagen: Gib die Männer heraus, die zu dir in dein Haus gekommen sind, um das ganze Land zu erkunden. Aber die Frau nahm die beiden Männer und verbarg sie. Und sie sprach: Ja, es sind Männer zu mir hereingekommen, aber ich wusste nicht, woher sie waren. Und als man das Stadttor schließen wollte, da es finster wurde, gingen die Männer hinaus, und ich weiß nicht, wo sie hingegangen sind. Jagt ihnen eilends nach, dann werdet ihr sie ergreifen. Sie aber hatte sie auf das Dach steigen lasen und unter den Flachsstängeln versteckt, die sie auf dem Dach ausgebreitet hatte. Die Verfolger aber jagten ihnen nach auf dem Wege zum Jordan bis an die Fruten, und man schloss das Tor zu, als sie draußen waren.

Und ehe die Männer sich schlafen legten, stieg Rahab zu ihnen hinauf auf das Dach und sprach zu ihnen: Ich weiß, dass der Herr euch das Land gegeben hat; denn ein Schrecken vor euch ist über uns gefallen, und alle Bewohner des Landes sind vor euch feige geworden. Denn wir haben gehört, wie der Herr das Wasser im Schilfmeer ausgetrocknet hat vor euch her, als ihr aus Ägypten zogt, und was ihr den beiden Königen der Amoriter, Sihon und Og, jenseits des Jordans getan gabt, wie ihr an ihnen den Bann vollstreckt habt. Und seitdem wir das gehört haben, ist unser Herz verzagt und es wagt keiner mehr, vor euch zu atmen; denn der Herr, euer Gott, ist Gott oben im Himmel und unten auf der Erde. So schwört mir nun bei dem Herrn, weil ich an euch Barmherzigkeit getan habe, dass auch ihr an meines Vaters Hause Barmherzigkeit tut, und gebt mir ein Zeichen, dass ihr leben lasst meinen Vater, meine Mutter, meiner Brüder und Schwestern und alles, was sie haben, und uns vom Tode errettet.

Die Männer sprachen zu ihr: Tun wir nicht Barmherzigkeit und Treue an dir, wenn uns der Herr das Land gibt, so wollen wir selbst des Todes sein, sofern du unsere Sache nicht verrätst.

Da ließ Rahab sie an einem Seil durchs Fenster hinab; denn ihr Haus war an der Stadtmauer, und sie wohnte an der Mauer.

Und sie sprach zu ihnen: Geht auf das Gebirge, dass eure Verfolger euch nicht begegnen, und verbergt euch dort drei Tage, bis zurückkommen, die euch nachjagen; danach geht eures Weges. Die Männer aber sprachen zu ihr: So wollen wir den Eid einlösen, den du uns hast schwören lassen: Wenn wir ins Land kommen, so sollst du dies rote Seil in das Fenster knüpfen, durch das du uns herabgelassen hast, und zu dir ins Haus versammeln deinen Vater, deine Mutter, deine Brüder und deines Vaters ganzes Haus. So soll es sein: Wer zur Tür deines Hauses herausgeht, dessen Blut komme über sein Haupt, aber wir seien unschuldig; doch das Blut aller, die in deinem Hause bleiben, soll über unser Haupt kommen, wenn Hand an sie gelegt wird. Und wenn du etwas von dieser unserer Sache verrätst, so sind wir frei von dem Eid, den du uns hast schwören lassen.

Sie sprach: Es sei, wie ihr sagt! Und ließ sie gehen. Und sie gingen weg.

Und sie knüpfte das rote Seil ins Fenster.

Sie gingen aber weg und kamen aufs Gebirge und blieben drei Tage dort, bis die zurückgekommen waren, die ihnen nachjagten. Denn sie hatten sie gesucht auf allen Straßen und doch nicht gefunden. Da kehrten die beiden Männer um und gingen vom Gebirge herab und setzten über und kamen zu Josua, dem Sohn Nuns, und erzählten ihm alles, was ihnen begegnet war, und sprachen zu Josua: Der Herr hat uns das ganze Land in unsere Hände gegeben, und es sind auch alle Bewohner des Landes vor uns feige geworden.

 Irgendwie hat mich diese Geschichte dann nicht mehr losgelassen. Und dann hab ich mich einfach mal an den Computer gesetzt und meine Gedanken dazu aufgeschrieben:

Die Geschichte wirft Fragen auf.

Wir könnten sie einseitig aus der Perspektive des Volkes Israel betrachten – dann wird Rahab zur Heldin, die dem Volk Gottes geholfen hat, und dafür im Gegenzug für sich und ihre Familie Schutz erhält.

Mit dem Verstecken der beiden Spione bezieht Rahab Stellung für die beiden Fremden – und verteidigt und rettet sie. Das ist heldenhaft!

Aber ganz so einfach ist es ja nicht: denn erstens wird Rahab dadurch zu einer Verräterin an ihrem eigenen Volk – das zieht weitere Lügen und Betrügereien nach sich: Sie muss die Soldaten des eigenen Königs anlügen und sie auf eine falsche Fährte schicken.

Irgendwie fühlt sich dieses Verhalten „unmoralisch“ an. Rahab wirkt dann gar nicht mehr so heldenhaft und strahlend, sondern eher fragwürdig und moralisch verwerflich.

Und zweitens: die Eroberung von Jericho ist blutig und grausam, ein Krieg, ein Eroberungskrieg, wie wir ihn momentan ganz nah bei uns erleben. Russland überfällt die Ukraine, Israel vernichtet Palästina, der amerikanische Präsident sucht einseitig nur das Wohl der reichen weißen Männer in seinem Land.

Wie kann man sich jemanden als Vorbild aussuchen, der genau dieses unterstützt? Und wie können wir dieses Volk, das als Gottes Volk bezeichnet wird, als Vorbild nehmen, mit dieser kriegerischen grausamen Vorgehensweise?

Auf diese Frage weiß ich keine Antwort. Lediglich kann man festhalten, dass aufgrund der archäologischen Funde nicht bestätigt werden kann, dass die Übernahme von Kanaan durch das Volk Israel so blutig und kriegerisch erfolgte, wie sie in der Bibel berichtet wird. Es scheint eher eine Art schleichender Prozess gewesen zu sein, ein Hereintröpfeln in das Land, eine Art kultureller Revolution.

So oder so: das Handeln der Rahab ist nicht wirklich „kriegsentscheidend“. Das Volk Israel wäre auch ohne Rahabs Hilfe ins Land gezogen. Allerdings: die Kundschafter wären dann vermutlich zum Tode verurteilt worden. Für die beiden macht es also einen großen Unterschied, wie sich Rahab verhält.

Rahab nimmt also die beiden Spione auf – vielleicht, weil sie jeden Mann, der zu ihr kommt, erstmal aufnimmt? Weil sie kundenorientiert lebt und denkt?

Oder weil sie sich schon gleich einen Vorteil erhofft, wenn sie Männer aus dem „feindlichen“ und übermächtigen Volk Israel aufnimmt?

Oder weil sie einfach human denkt und handelt?

Weil man die Fremden freundlich empfängt und ihnen hilft?

Wir wissen ihre Beweggründe nicht. Aber eins steht fest: Handeln oder auch Nicht-Handeln zieht immer Konsequenzen nach sich: Rahab hat die Kundschafter gerettet, dabei ihr eigenes Volk verraten und doch gewonnen: denn von allen Bewohnern Jerichos wird sie mit ihrer Familie die einzige Überlebende sein.

Ihre eigene Begründung für ihr Handeln wird uns berichtet: Sie hat schon viel über das Volk Israel gehört, und über dessen Gott. Sei weiß: gegen diese Übermacht hat sie keine Chance.

Im Hebräerbrief wird dies als „Glauben“ interpretiert: Durch den Glauben kam die Hure Rahab nicht mit den Ungehorsamen um, weil sie die Kundschafter in Frieden aufgenommen hatte. (Hebr. 11.31)

Bei Jakobus allerdings wird dasselbe Handeln als „Werke“ interpretiert:

„Desgleichen die Hure Rahab: Ist sie nicht durch Werke gerecht geworden, als sie die Boten aufnahm und sie auf einem anderen Weg hinausließ?“ (Jak. 2, 25)

Rahab hat gehandelt – sie hat nicht einfach die Hände in den Schoß gelegt und gewartet. Die Folgen ihres Handelns sind einerseits unmittelbar für sie und ihre Familie sichtbar, andererseits aber auch für die Heilsgeschichte wichtig, für die Geschichte Gottes mit der Menschheit:

Die unmittelbaren Folgen ihres Handelns habe ich schon berichtet: sie und ihre Familie sind die einzigen Überlebenden des Überfalls auf Jericho.

Was wir aber leicht vergessen, weil es nur ganz versteckt in der Bibel erwähnt wird: Rahab wird als eine Ur-ur-ur-… (30mal) Großmutter Jesu erwähnt. Oder umgekehrt: Ohne Rahab wäre Jesus nicht so auf die Welt gekommen.

An Rahab können wir erkennen, dass Gott jeden Menschen annimmt, wie unpassend er oder sie auch erscheinen mag. (eine Hure, eine Frau, von einem fremden Volk…)

Für diese Annahme eines jeden einzelnen sprengt er Grenzen: die Grenzen zwischen den Völkern, aber auch durchaus sein eigenes Wort. Er hatte eigentlich jede Art von Vermischung mit den Menschen, die in Kanaan lebten, untersagt. Hier aber macht er eine Ausnahme – warum, das können wir nicht sagen. Das ist eins der Geheimnisse, die wir nicht aufklären werden. Aber er tut es. Er tut es immer wieder, denn wir finden in der Bibel sowohl im Alten wie im Neuen Testament Geschichten über Fremde, Angehörige anderer Völker, die Gottes Gnade erlebten.

Gott hat eine Zukunft für jeden und jede, eine Zukunft, eine Aufgabe, von der wir nicht wissen, wofür sie einmal gut sein wird. Rahabs Aufgabe war neben der unmittelbaren Rettung von zwei israelitischen Männern auch die, eine Urahnin von Jesus Christus zu sein.

Ein anderes, was wir lernen, am Beispiel Rahabs: Es gibt keinen unverrückbaren „Status quo“. Die Menschen in Jericho hatten sich eigentlich ganz gut eingerichtet – ankommende Fremde waren weder erwünscht, noch willkommen.
Aber jetzt kommen die Fremden und erobern das Land. Alles wird sich verändern – das macht Angst. Den Status quo beizubehalten wäre leichter und irgendwie bequemer. Mit jedem Fremden, der in die Stadt kommt, werden sich kulturelle Gegebenheit ändern: die Fremden sprechen eine andere Sprache, das wird sich im Austausch mit diesen Fremden auf die eigene Sprache auswirken. Die Fremden bringen ihren eigenen Glauben mit, ihre eigene Religiosität, aber auch ihr eigenes Moral-Empfinden, ihre eigene Vorstellung über richtig und falsch oder über das, was als „schön“ gilt.

Mit jedem Fremden, der in die Stadt kommt, und bleiben will, kommt die Unsicherheit, wird das Althergebrachte in Frage gestellt, wird der eigene Lebensstil auf die Probe gestellt, wird der kulturelle Boden, auf dem wir stehen, wankend und unsicher.

In all dem hat Rahab das rote Seil, das sie sichtbar an ihr Fenster knüpft. Für sie ist das ihre Rettungsleine im Chaos der Überfremdung, ein Ankerseil, das sie und ihre Familie absichert: Was auch geschehen wird: Gott ist auf ihrer Seite!

Mögen auch wir alle solch ein rotes Seil im Herzen haben, an dem wir uns festhalten können, wenn die Welt um uns herum ins Wanken gerät!

Das wünscht


Monika



Samstag, 13. Januar 2024

Freie Auswahl!

Hallo, Ihr Lieben jenseits des Meeres - und auch ihr, hier auf der Insel, in dieser Flaschenpost denke ich nach über die berühmte gute Fee mit ihren drei freien Wünschen.

Was wünschst du dir, wenn du wirklich freie Auswahl hast? Die gute Fee steht vor dir und fuchtelt ein wenig mit ihrem Feenstab herum - vermutlich glitzert es ein bisschen, Feenstaub wirbelt durch die Luft und fängt deinen Blick auf. Du hast einen, meinetwegen auch drei Wünsche frei. Wofür entscheidest du dich?

Ehrlich, diese Frage ist nicht leicht zu beantworten. Das will gut überlegt sein. Worauf kommt es mir eigentlich wirklich an, so sehr, dass ich alles andere dahinter einordnen kann?
Gesundheit? - ja, sicher, aber doch nicht nur für mich, auch für meine Familie.
Glück? - ja, auch, aber das ist ja so schwer zu fassen. Was ist denn Glück?
Frieden? - ja, bestimmt, aber auch Frieden ist ein großer Wunsch, der nicht zu fassen ist. Nicht Frieden um jeden Preis, wenn ich dafür die Freiheit aufgeben muss, dann nicht. Wenn ich für den Frieden alles mit mir machen lassen muss, dann verzichte ich auf den Frieden. Wenn es Frieden nur gibt, indem andere unterdrückt werden, dann ist das falsch.

Also: Gesundheit, Glück und Frieden wären nicht meine drei ersten Wünsche. Aber was dann?

Ich habe in der Bibel eine Geschichte gefunden, die ich völlig vergessen hatte. Ich kenne sie eigentlich aus meiner Grundschulzeit. Damals hatten wir eine Katechetin, sie kam immer einmal in der Woche in unsere Klasse und hat uns aus der Bibel erzählt, unter anderem tatsächlich auch diese Geschichte aus dem Alten Testament:
König David war gestorben, es sollte nun Salomo sein Nachfolger werden. Was zunächst wie ein wahrgewordener Traum klingt, wird für Salomo in Gedanken eher zum Alptraum: wie soll er mit der Macht über ein solches Königreich umgehen? Wie soll er ein würdiger Nachfolger seines Vaters werden? David gilt ja bis heute als einer der wichtigsten und größten Könige Israels. Die Fußspuren sind groß, wie soll Salomo als junger Mann diese ausfüllen?
Ich kann mir gut vorstellen, dass ihm die Vorstellung von der riesigen Verantwortung, die ihm auferlegt wird, Kopfschmerzen und schlaflose Nächte bereitet.
Es erscheint ihm nicht die gute Fee, sondern Gott spricht zu ihm im Traum: Bitte, was ich dir geben soll! (1. Könige 3, 5). Mit anderen Worten: Salomo, du hast einen Wunsch frei - was wählst du?
Und Salomo bittet - für mich völlig überraschend - nicht um Sicherheit, um Glück oder um Frieden. Er bittet um ein "hörendes Herz" - Luther übersetzt hier ein gehorsames Herz.

Ein Herz mit Ohren, das gibt es eigentlich nicht. Wir hören ja mit den Ohren, nicht mit dem Herzen. Dennoch: wer mit dem Herzen hört, der hört auch das Unausgesprochene, der hört, was sich hinter den vordergründigen Worten verbirgt. Wer ein hörendes Herz hat, der kann erspüren, wo der andere in Not ist. Dass Luther das mit "gehorsam" übersetzt, bringt hören und tun zusammen, denn aus dem hören, dem Horchen folgt dann das Tun, das Ge-Horchen.

Man sieht nur mit dem Herzen gut - diesen Satz kennen wir alle aus der Geschichte vom Kleinen Prinzen. Man hört aber eben auch nur mit dem Herzen gut - das habe ich heute verstanden.

Du hast einen Wunsch frei - Salomo wünscht sich ein hörendes Herz - und sein Wunsch wird erfüllt. Salomos Weisheit ist sprichwörtlich geworden, das salomonische Urteil gilt bis heute als besonders ausgewogen und irgendwie richtig.

Was wünscht ihr euch, wenn ihr freie Auswahl habt?
Seid gesegnet, das wünscht euch
Monika


Montag, 1. Januar 2024

Vertrauen?

Hallo, Ihr Lieben jenseits des Meeres - und auch ihr, hier auf der Insel, in dieser Flaschenpost teile ich euch meine Gedanken zum Jahresmotto unseres Kirchenkreises:

Dazu habe ich für den Neujahrsgottesdienst eine Predigt geschrieben:

Wir feiern Neujahr – mitten in der letzten Nacht ist das alte Jahr zu Ende gegangen, vor uns liegt ein neues Jahr – zwölf neue Monate, die darauf warten, von uns gelebt zu werden.

Wir wissen nicht, was uns erwartet. Wie wissen nicht, was kommen wird. Natürlich machen wir Pläne, oder haben sie schon gemacht: wir planen, wann wir Urlaub nehmen, welches Urlaubsziel wir anvisieren, wir planen, welche Besuche oder größeren Feste in diesem Jahr anstehen werden.

All das haben wir vermutlich schon längst geplant, die neuen Kalender mit den leeren Seiten gibt es schon seit ungefähr Mitte September zu kaufen, damit wir in unserer Geschäftigkeit auch nicht einen einzigen Moment unterbrochen werden müssen.

Heute nun ist dieser eine besondere Tag, heute beginnt das neue Jahr. Und auch, wenn es vermutlich schon ziemlich weit verplant ist – dies ist der Moment, in dem wir uns auf dieses neue Jahr einstellen und vorbereiten können.

Was wird das neue Jahr bringen? Leben oder Tod? Gesundheit oder Krankheit? Krieg oder Frieden? Erfolg oder Scheitern? Wir wissen es nicht. Noch liegen die zwölf Monate vor uns, unbeschrieben wie leere Papierblätter.

Der Neujahrstag ist kein Tag wie jeder andere – es ist ein besonderer Tag, an dem wir uns besondere Gedanken machen. Neujahrsvorsätze sind weit verbreitet – das Gefühl, ich darf nochmal neu anfangen, ist am Neujahrstag besonders stark. Auf der anderen Seite ist es aber ein Tag wie jeder andere auch – die Unterbrechung des Alltäglichen ist eigentlich nur in unseren Gedanken vorhanden.

Wie schauen Sie auf das Neue Jahr, mit welchen Gefühlen und Gedanken beginnt ihr das Neue Jahr?
  • Überwiegt eher die Sorge? Befürchten Sie schlimme Erlebnisse?
  • Oder überwiegt eher die Vorfreude?
  • Freuen Sie sich auf schöne Momente?
Mir geht seit Anfang Dezember das Jahresmotto unseres Kirchenkreises nicht aus dem Kopf: Werfet euer Vertrauen nicht weg – so lautet es und fordert mich auf, voller Zuversicht und Vertrauen in die Zukunft zu schauen.

Was ist eigentlich Vertrauen?

Mir fallen viele ähnliche Worte ein: Vertrauen, Zutrauen, sich trauen, die Trauung, zutraulich, vertraulich, Misstrauen, vertrauensbildend, vertrauenerweckend, vertrauenswürdig. Jemanden betrauen mit einer Aufgabe, anvertrauen, hinaustrauen, heimtrauen.
Trauung, Trauschein, Trauzeuge.
Misstrauensantrag.
Traute haben.
Trautes Heim, Glück allein.
Vertrauensbasis, Vertrauensbeweis, Vertrauensperson, Vertrauensvorschuss.
Du bist zu vertrauensselig.
Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser.
Trau dich doch!

Das Wort Vertrauen geht auf das gotische trauan zurück, es gehört zu der Wortgruppe um „treu“, was soviel wie stark, fest, dick bedeutet.

Vertrauen ist ein Phänomen, das in unsicheren Situationen auftritt. Wer sich einer Sache sicher sein kann, braucht ja kein Vertrauen. Vertrauen benötigt eine Grundlage, die Vertrauensgrundlage. Das könnten z.B. Erfahrungen sein. Wenn ich immer erlebt habe, dass der Bus pünktlich kommt, dann werde ich auch am kalten Morgen kurz vor planmäßiger Ankunft des Busses nicht verzweifeln, sondern mich darauf freuen, dass er gleich um die Ecke biegen wird und meinem Warten ein Ende macht. Ich kann darauf vertrauen, dass der Bus kommt, weil ich es schon oft selbst erlebt habe. Mein Vertrauen stützt sich auf meine Erfahrung.

Vertrauen kann auch entstehen, wo mir jemand von seinen Erfahrungen erzählt. Das erlebte Vertrauen der anderen Person kann sich auf mich übertragen. Im Beispiel mit dem Bus könnte es sein, dass mit mir an der Bushaltestelle jemand steht, der täglich mit diesem Bus zur Arbeit fährt. Wenn dieser Mensch beobachtet, wie ich immer wieder nervös nach dem Bus Ausschau halte, wie ich auf die Uhr gucke und zum wiederholten Mal den Fahrplan checke, dann könnte er mir erzählen, dass genau diese Buslinie eigentlich immer pünktlich kommt.

Jemandem sein ganzes Vertrauen zu schenken, kann sehr aufregend sein, z.B. das Vertrauen, das ein kleines Kind seinem Vater schenk, wenn es von oben herab in die ausgebreiteten Arme springt. Für beide ist dieses Erlebnis aufregend und schön – für das Kind, wenn es bemerkt, dass sein Vertrauen berechtigt war und es vom Vater aufgefangen wird – und natürlich für den Vater, dem das Vertrauen entgegengebracht wird, und der nun seinerseits alles daran setzt, dieses Vertrauen nicht zu enttäuschen.

Wie schon gesagt, unser Kirchenkreis hat den Bibelvers zum Jahresmotto für dieses Kirchenjahr ausgerufen: Werfet euer Vertrauen nicht weg (Hebr. 10, 35), (welches eine große Belohnung hat.)

Dazu gibt es ein Logo, über das man lange meditieren kann, und immer wieder wird man neues entdecken.

Mein erster Gedanke, als ich dieses Logo gesehen hatte, war: eine Kugel – vielleicht unsere Erde – ruht auf einer Hand. Gott hält uns fest – auch in diesen unsicheren Zeiten der Kriege und der Klimaveränderung. Wir können nicht tiefer fallen als in Gottes Hand.

Mein Zweiter Gedanke war: da steht ja eine Person auf dieser Hand. Ich erkenne den Kopf, die Arme sind ausgebreitet, wie zum Segnen. Sicher und fest sieht das aus, diese Person zeigt keine Unsicherheit. Von Gott getragen und gestützt, kann sie weitergeben, was sie von ihm empfangen hat – den Segen. Für mich wird das symbolisiert durch die drei kleinen Sternchen, die glitzernd und funkelnd aus der segnenden Hand erstrahlen.

Je länger ich das Bild anschaue, desto mehr entdecke ich. Ist das vielleicht gar keine Person, die da von der großen Hand gehalten wird? Es sieht eigentlich auch aus wie ein Schiff. Der Mast ragt an der linken Seite nach oben und weist zum Himmel. Dann sind die 3 Sterne am oberen Bildrand vielleicht die Orientierungspunkte am Nachthimmel. Wenn man nichts mehr sehen kann, wenn der Weg unsicher wird, dann helfen uns die Gestirne bei der Orientierung. Es sind genau 3 Sterne – vielleicht eine Andeutung auf den dreieinigen Gott, Vater, Sohn und Heiliger Geist? Sicherer als alle Sterne und als jedes GPS kann uns Gott den Weg durch die Zeit zeigen.

Das Boot, das andeutungsweise zu erkennen ist, erinnert an die Geschichten, die wir schon im Kindergottesdienst gehört haben: von der Seenot der Jünger, die mit dem Schiff unterwegs waren, als sich ein großer Sturm erhob, von Jesus, der mitten im Sturm ruhig und sicher schläft und erst von den Jüngern aufgeweckt werden muss. Nachdem Jesus den Sturm beruhigt hatte, fragte er die Jünger: Wo ist euer Glaube?

Die Frage war ja berechtigt, denn die Jünger waren ja nicht allein im Boot – Jesus war ja da, auch wenn er gerade mal geschlafen hatte. Gleichzeitig ist da immer noch die Hand, die das Boot trägt – was schadet ein Seesturm, was schadet ein Schiffbruch, wenn Gott das Meer ist? So könnte man fragen.

Einen dritten Gedanken zu diesem Logo möchte ich noch loswerden: das obere Kreissegment – in dem der Kopf der Person abgebildet ist, erinnert in der Form an ein Auge. Mit dieser Wahrnehmung entdecke ich, dass einerseits Gottes Hand mich, mein Lebensschiff, die ganze Welt hält und trägt, andererseits aber auch, dass Gott mich sieht, mein Lebensschiff, meine Fahrt durch das Meer der Zeit, das Treiben auf dieser Welt, ja, die ganze Welt. Mehr noch: Gottes Auge und Gottes Hand vervollständigen den Kreis – sie sind nicht außerhalb der Welt, sie sind Teil des Ganzen.

Werft euer Vertrauen nicht weg. Was für ein schönes Motto für das vor uns liegende Jahr. Ohne Vertrauen sieht die Zukunft düster aus. Ohne Vertrauen könnten wir keinen einzigen Schritt tun. Aber weil Gott uns sieht und hält, können wir voll Vertrauen in dieses Jahr gehen – und gelassen abwarten, was es uns bringen wird.

Geht gesegnet in dieses niegel-nagel-neue Jahr!
Monika


Samstag, 9. Dezember 2023

4 Kerzen

Hallo, Ihr Lieben jenseits des Meeres - und auch ihr, hier auf der Insel, in dieser Flaschenpost möchte ich mit euch eine Geschichte teilen, die ich irgendwo in den Tiefen des WWW gefunden habe. Ich will sie euch erzählen:

Es war ganz still im Zimmer, so still, dass man jedes kleine Geräusch hören konnte. Und so konnte man auch hören, was man sonst im Trubel der Tage einfach nicht wahrnimmt: die 4 Kerzen unterhielten sich. 4 Kerzen brannten hell und klar - auf dem Adventskranz vermutlich. 
Die erste Kerze sagte:
Ich heiße Frieden, ich leuchte für das gute Miteinander der Menschen. Aber langsam geht mir die Luft aus - es gibt ja gar keinen Frieden mehr in der Welt. Die Menschen sorgen nur für sich selbst. Sie setzen ihren Willen durch - egal, ob sie damit andere verletzen oder nicht. Das passiert im Kleinen, in der Nachbarschaft, im Kindergarten, in der Schule, bei der Arbeit, unter Kollegen, sogar unter Freunden. Das passiert aber auch im Großen - es werden Konflikte nicht mehr mit Worten bearbeitet, sondern es wird gleich zu Waffen gegriffen.
Ich heiße Frieden, aber zum Leuchten habe ich keine Kraft mehr. 
Man hörte so etwas wie ein tiefes Seufzen - und dann verlosch die Kerze.

Da sprach die zweite Kerze:
Ich heiße Glauben, ich leuchte dafür, dass die Menschen wissen: es gibt etwas jenseits des Offensichtlichen. Aber mir geht langsam die Luft aus: es gibt keinen Glauben in dieser Welt. Es zählt die Wissenschaft und der Beweis. Was sich nicht logisch erklären und beweisen lässt, das ist auch nicht da. Es gibt nur noch das, was vordergründig einfach zu erkennen ist. 
Ich heiße Glauben, aber zum Leuchten habe ich keine Kraft mehr.
Und auch die zweite Kerze seufzte tief auf - und verlosch.

Da sprach die dritte Kerze:
Ich heiße Liebe, ich leuchte dafür, dass die Menschen mehr sehen als sich selbst. Aber mir geht langsam die Luft aus: es gibt kaum noch Liebe in dieser Welt. Jeder sieht sich selbst und sorgt für sich selbst - wie es den anderen dabei geht, scheint egal zu sein. Was mir selbst nicht nützt, ist nichts wert.
Ich heiße Liebe, aber zum Leuchten habe ich keine Kraft mehr.
Und damit seufzte die dritte Kerze tief auf - und verlosch.

In diesem Moment kam ein Kind in das Zimmer. Es sah die drei erloschenen Kerzen und war ganz erschrocken: Was tut ihr denn?, fragte es. Ihr sollt doch leuchten, ihr könnt doch nicht einfach ausgehen!
Und das Kind fing an zu weinen.
Da sprach die vierte Kerze:
Weine nicht. Ich heiße Hoffnung, und solange ich brenne, können wir auch die anderen Kerzen wieder entzünden.
Da wischte sich das Kind die Tränen aus den Augen. Es nahm die letzte noch brennende Kerze, die Hoffnung, in die Hände und entzünde mit der Flamme vorsichtig die anderen drei Kerzen.
Da brannten sie wieder und erleuchteten ihre Welt: der Friede, der Glaube, die Liebe und die Hoffnung!

Möge euch die Hoffnung nie erlöschen
Monika


Samstag, 2. Dezember 2023

5000 Brote

Hallo, Ihr Lieben jenseits des Meeres - und auch ihr, hier auf der Insel, in dieser Flaschenpost möchte ich mit euch eine Aktion teilen, die wir mit unseren Konfirmandinnen durchführen (und ja, es sind dieses Jahr wirklich "nur" Konfirmandinnen - kein Junge in der Gruppe!):

Wir beteiligen uns an der Aktion 5000 Brote: In Zusammenarbeit mit einem Bäcker werden von den KonfirmandInnen Brote gebacken, die dann zugunsten von Bildungsprojekten im globalen Süden verkauft werden.
Die Jugendlichen erleben auf diese Weise ein echtes Handwerk - das Bäckerhandwerk. Sie gehen in die Backstuben und kneten und backen professionelle Brote.
Parallel dazu werden im Konfirmandenunterricht die Projekte angeschaut, die mit dem Verkaufserlös unterstützt werden. 
Ich finde diese Aktion richtig klasse! Denn zum einen bekommen unsere Jugendlichen mal einen kleinen Einblick in die Arbeitswelt des Handwerks, sie beschäftigen sich aber andererseits auch mit der Lebenssituation von Jugendlichen, denen es nicht so gut geht, wie uns hier in Deutschland.
Wenn ich diese Flaschenpost schreibe, liegt die Aktion noch vor uns - wenn Ihr sie lest, dann waren wir schon in der Backstube. Wir freuen uns sehr darauf - das wird mit Sicherheit eines der Highlights in der Konfizeit!

Ein großer Dank geht an Bäcker Hansen auf der Insel Föhr, der sich für diese Aktion einsetzt und uns in seine Backstube einlädt!
Und ein zweiter großer Dank geht an alle, die die selbst gebackenen Brote dann gegen eine angemessene Spende erwerben. Wenn ihr auf Föhr wohnt: am Sonntag, 3.12., vor und nach dem Gottesdienst könnt ihr unsere Brote bekommen.

Eines dieser Projekte möchte ich aber doch noch näher vorstellen - es hat mich persönlich sehr angesprochen und begeistert: in Malawi werden Jugendliche dazu angeleitet, den dürren Boden in ihrem Land so zu bearbeiten, dass sie davon gesundes Essen für jeden Tag ernten können. Das funktioniert mit der sogenannten Permakultur, einer besonderen Methode des Gärtnerns. Hier könnt ihr dazu Erfahrungsberichte von Kindern und Jugendlichen lesen. Warum mich dieses Projekt besonders angesprochen hat? Es geht hierbei um wirkliche Hilfe zur Selbsthilfe, die Jugendlichen tun etwas für sich und für ihre Familien, sie lernen dabei aber auch, wie sie mit ihrem Land verantwortungsbewusst umgehen können, den Boden nicht ausbeuten, sondern mit der Natur gärtnern. Für mich klingt das nach einem Projekt, das sogar über den einfachen Bildungswert hinaus eine globale Komponente hat und vielleicht sogar eine Möglichkeit bietet, mit dem Klimawandel zurecht zu kommen.
Wenn das nicht Hoffnung und Mut für die Zukunft bietet!

Es grüßt euch herzlich zum 1. Advent
Monika




Samstag, 18. November 2023

Heldengedenktag?

Hallo, Ihr Lieben jenseits des Meeres - und auch ihr, hier auf der Insel, in dieser Flaschenpost möchte ich ein paar Gedanken mit euch teilen über den morgigen Volkstrauertag.

In meiner Umgebung gibt es Menschen, die diesen Tag als "Heldengedenktag" bezeichnen.
Wie geht euch das mit diesem Begriff?
Ich finde diesen Begriff irgendwie martialisch und unangemessen. Also habe ich mich mal auf die Suche gemacht, woher diese Bezeichnung kommt. Ich wurde hier fündig:

Es gibt den Volkstrauertag schon seit 1919 - er wurde damals auf Anregung des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge eingeführt. Er wurde als Gedenktag für die Opfer des Ersten Weltkriegs begangen und fand damals am 5. Sonntag vor Ostern statt. Bei der ersten Andacht im Deutschen Reichstag hielt der damalige Reichstagspräsident eine wichtige Rede über Verständigung, Versöhnung und Erinnerung.

1933 wurde der Volkstrauertag abgeschafft und durch den Heldengedenktag ersetzt. Damit wurde dieser Gedenktag zu Zwecken des Naziregimes missbraucht. Kein Wunder, dass mir dieser Begriff irgendwie merkwürdig vorkommt.

In der neu gegründeten Bundesrepublik wurde wieder Volkstrauertag eingeführt und auf den vorletzten Sonntag im Kirchenjahr gelegt.

Ich persönlich finde den Begriff Volkstrauertag sehr viel angemessener als Heldengedenktag - abgesehen von der nationalsozialistischen Vergiftung dieses Begriffes. 
Die gestorbenen Soldaten sehe ich eher als Opfer der Kriege - ebenso wie die vielen ermordeten Zivilisten. Es gibt nichts daran, was zu verehren wäre. Ein Held, das ist für mich eher jemand, der etwas Gutes für die Gemeinschaft getan hat, oft auch unter sehr großem persönlichen Einsatz. Natürlich riskieren die Soldaten im Krieg täglich ihr Leben, das ist durchaus heldenhaft - aber am Krieg an sich finde ich nur Gruseliges. Warum kann man die Konflikte nicht am Verhandlungstisch lösen?
Irgendjemand hat mir mal gesagt: wem die Worte ausgehen, der schlägt zu.
So gesehen bedeutet Krieg eigentlich nichts weiter als das hilflose Aufeinander-Eindreschen von wortlos Wütenden. Dass dabei massenhaft Menschen getötet werden, dass ganze gewachsene Zivilisationen in Schutt und Asche gelegt werden, macht die Sache nur noch schlimmer.

Ich bin ansonsten kein sehr politischer Mensch - ich behalte meine Meinung gerne für mich und lasse auch andere Meinungen gelten. Aber die letzten Monate seit Beginn des Ukraine-Krieges und jetzt die derzeitige Lage in Palästina beschäftigt mich sehr. Wenn man doch nur etwas tun könnte, um diese grausamen Kriege zu beenden...

Mir fällt ein Bibelwort dazu ein, aus dem Alten Testament. Jeremia teilt uns Gottes Botschaft mit:
Denn ich weiß wohl, was ich für Gedanken über euch habe, spricht der Herr: Gedanken des Friedens und nicht des Leides. (Jeremia 29,11)

Und es geht sehr ermutigend weiter:

Und ihr werdet mich anrufen und hingehen und mit bitten; und ich will euch erhören. Ihr werdet mich suchen und finden. Denn so ihr mich von ganzem Herzen suchen werdet, so will ich mich von euch finden lassen, spricht der Herr. (Jer. 29, 12-14a)

 Also: lasst uns Gott beim Wort nehmen und gemeinsam um Frieden bitten!

Das wünscht sich

Monika

Samstag, 4. November 2023

Am Anfang war das Licht...

Hallo, Ihr Lieben jenseits des Meeres - und auch ihr, hier auf der Insel, in dieser Flaschenpost melde ich mich zurück aus dem Urlaub - ich bin wieder da!

Eine kleine Zeit der Erholung und des Abschaltens tut gut - ich habe wieder Lust auf meine Arbeit, neue Energie gesammelt. Jetzt kanns wieder losgehen!

Ich möchte mit euch ein Event aus dem Urlaub teilen: die Föhrer Lichterwoche!
Am 24. Oktober, also noch mitten in meinem Urlaub, wurde unsere ohnehin schöne St. Nicolai-Kirche in Magenta und Türkis illuminiert. Selbstverständlich nutzen wir eine solche Gelegenheit! Unsere beiden Organisten, Martin Bruchwitz und Andreas Reincke, haben sich an die Orgel gesetzt und in der Zeit der Illumination einfühlsame und besinnliche Orgelmusik gespielt. Ich selbst habe von der Kanzel Texte gelesen, die sich zum Teil klanglich mit der Orgelmusik verbunden hatten, zum Teil aber auch einfach in die Spielpausen hinein gelesen wurden. Zusammen mit der wunderbaren Illumination von "Kystlys" ergab das ein beeindruckendes Gesamtkunstwerk. Einfach nur schön!

Wovon ich selbst nichts mitbekommen habe, weil ich die ganze Zeit auf der Kanzel stand, was aber ein wesentlicher Teil der schönen Atmosphäre ausgemacht hatte: unser Kirchengemeinderat hat sich voll eingesetzt und im Turm Würstchen gegrillt und Getränke verkauft.

Ich zeig euch einfach mal ein paar Fotos - Worte können das Erlebnis ohnehin nicht wiedergeben!

Von außen wirkt die Kirche Magenta,
aber ein kleines blaues Fenster verweist darauf,
dass es auch noch drinnen etwas vielleicht ganz
anderes gibt.

Der Altar erstrahlt, als ob die Sonne in
dunkler Nacht aufgeht

Kerzen und Kirche gehören zusammen -
aber solch eine dezent flackernde Kerze
aus reinem Licht erinnert uns an das
Licht der Welt, das in Jesus Christus zu uns kam.

Hier muss man schon ein wenig hinschauen und
sich auf die Bilder einlassen: in der Kuppel rauscht
das Meer. Leider hatte ich selbst nur die Gelegenheit
zu diesem kleinen Einblick - man hat mir erzählt,
wer sich ein wenig Zeit an dieser Stelle nimmt,
kann ein Schiff vorüberfahren sehen.

Diesen spezielle Blick hatte nur ich: von der Kanzel
hinüber zur Orgel, die wie ein Spiegelbild des Altars
ebenfalls in Sonnenaufgangsfarben getaucht war.

Große Schatten in der Kuppel des Norderschiffs -
fast wie übergroße Menschen, die als stumme Wächter
über das Geschehen in der Kirche wachen

von außen war die Kirche spektakulär in den
Farben des Nordlichtes illuminiert.

Hinter jeder Ecke eine neue Sicht...


Das wars für heute, ich hoffe, die Bilder geben euch einen kleinen Einblick in das Geschehen. Hoffentlich gibt es eine solche Lichterwoche noch mal, und hoffentlich ist dann auch St. Nicolai wieder dabei!

Liebe Grüße
Monika



Samstag, 30. September 2023

Schön hier...

Hallo, Ihr Lieben jenseits des Meeres - und auch ihr, hier auf der Insel, in dieser Flaschenpost teile ich mit euch ein paar Gedanken, die ich in einer Morgenandacht irgendwann im Juli weitergegeben habe. Es geht um Schönheit...
Das Bild stammt zwar nicht aus diesem Jahr,
aber: ist das nicht schön hier?
Ein quasi menschenleerer Strand am
Morgen, ein spektakulärer Himmel
und am Horizont die Halligen...
HERR, wie sind deine Werke so groß und viel! Du hast sie alle weise geordnet, und die Erde ist voll deiner Güter. Psalm 104,24 
Jede Jahreszeit bringt Schönheit mit sich. Ich kann gar nicht sagen, dass ich eine Jahreszeit besonders liebe. Mittlerweile ist der Sommer fast vorbei - die ersten Blätter werden gelb, es gibt ordentlich Wind, meteorologisch ist ja bereits Herbst. Auch die Urlauber haben zum größten Teil die Insel verlassen, und am Sonntag geht's dann auch für mich in den lange ersehnten Urlaub.

Ich mag den Herbst - besonders diese besondere Zeit zwischen Sommer und Herbst, in der es noch hier und da schöne, warme Tage gibt mit T-Shirt-Wetter. Aber es ist auch nicht mehr so heiß, dass man sich suchend nach dem nächsten Schattenplatz umguckt und am liebsten gar nichts macht, was irgendwie körperlich anstrengend wäre. Jetzt ist die richtige Zeit zum Spazieren gehen - am Strand oder im Wald. Unsere beiden Hündinnen sind dann immer dabei, und auch sie toben sich ordentlich aus. 
Meistens sind wir im Wald unterwegs - bestaunen die Vielfalt der Pilze, die jetzt aus dem Boden schießen, freuen uns an besonders schönen Fliegenpilzen und bücken uns nach Eicheln und Kastanien. Es ist schön, bei uns im Wald.

Wo immer wir Schönheit sehen und staunen, da bricht es aus uns heraus: „Oh, ist das schön.“ – „Ah, tut das gut.“ – „Wow, macht das Spaß.“ Es würde etwas fehlen, wenn wir das nicht aussprechen, oder? Wir empfinden Freude, während wir es aussprechen, ja, es bringt die Freude zum Höhepunkt.

Ich bin mir sicher: viele von euch Lieben jenseits des Meeres haben das ganze Jahr über Föhrweh haben – und wenn ihr dann endlich auf der Fähre über das Meer fahrt, von kreischenden Möwen begleitet, dann atmet ihr auf, dann fällt der Alltag ab, dann erlebt ihr bewusst die Weite des Himmels und des Horizontes - Schönheit eben.

Halten wir mal einen Moment inne und überlegen, was es uns ermöglicht diese Schönheit zu erleben.

Gott hat uns Augen gegeben. Auf einem einzigen Quadratmillimeter der Netzhaut haben wir ca. 400.000 Sehzellen.

Wir können uns an dem Gesang der Vögel oder dem Rauschen des Meeres freuen, weil Gott uns Ohren gegeben hat.

Wir können herrliches Obst und Gemüse genießen, weil Gott uns einen Geschmackssinn gegeben. Der Mensch besitzt etwa 5000 – 10.000 Geschmacksknospen im Mund.

Wir können uns am Duft der Blumen freuen, weil Gott uns eine Nase und einen Geruchssinn gegeben hat. Wir besitzen 10 – 25 Millionen Riechzellen und können weit mehr als 10.000 Gerüche unterscheiden.

Wir können die warme Sonne und das kühle Wasser auf der Haut fühlen, weil Gott uns einen Tastsinn gegeben hat. Auf einem Quadratzentimeter Haut haben wir 6 Millionen Zellen, 100 Schweißdrüsen, 15 Talgdrüsen, 5000 Sinneskörperchen, 200 Schmerzpunkte, 25 Druckpunkte, 12 Kältepunkte und 2 Wärmepunkte. Wir selbst sind ein Wunderwerk Gottes. Gott hat uns mit alledem und noch viel mehr ausgestattet, so dass wir Schönheit erleben und genießen können.

Die Werke der Schöpfung und das Wunderwerk Mensch selbst spiegeln Gottes Schönheit wider. In dieser Schönheit begegnet uns Gott in seiner Schönheit.

Wenn schon diese Schöpfungswerke, an denen wir uns freuen und die uns einfach gut tun, so schön sind, wie schön muss Gott sein, der all das gemacht hat? Wenn seine Schöpfungswerke uns so mit Freude erfüllen, wie viel mehr ist bei Gott Freude? Wenn unsere Seele in der Schöpfung aufatmet und zur Ruhe kommt, wie viel mehr kommt sie beim Schöpfer selbst zur Ruhe und atmet auf. Und wenn wir selbst schon so wunderbar gemacht sind und mit so vielen Millionen Details ausgestattet sind, wie viel mehr ist Gott wunderbar, der uns gemacht hat und uns Leben geschenkt hat.
„HERR, wie sind deine Werke so groß und viel! Du hast sie alle weise geordnet, und die Erde ist voll deiner Güter.“
Wie gesagt, am Sonntag beginnt für mich der Urlaub - ich freue mich drauf, mal von der Insel runter zu kommen, auszuspannen und schöne Ecken auf dem Festland zu entdecken.

Falls ich also in den nächsten Wochen keine Flaschenpost mehr sende, dann liegt es daran, dass mich die Schönheit in Deutschland so gefangen nimmt. Vielleicht finde ich aber auch, wie im letzten Jahr, so dies und das, das ich mit euch teilen möchte.

Seid gesegnet
Monika

Samstag, 5. August 2023

Was für ein merkwürdiges Bild...

Hallo, Ihr Lieben jenseits des Meeres - und auch ihr, hier auf der Insel, in dieser Flaschenpost möchte ich mit euch ein Bild teilen, das schon ungefähr 1000 Jahre alt ist. Hier der Link zu einem Foto davon:

Ein Klick auf das Bild zeigt es euch in groß!

Der Sturm auf dem See - so wird diese Malerei aus dem 11. Jahrhundert genannt - aber vom Sturm sieht man hier kaum etwas. Auf allen anderen Bildern, die ich zu diesem Thema kenne, werden eher die Wellen bedrohlich dargestellt, das kleine Schiffchen wird schier von den Wellen überrannt.

Auf diesem Bild hier ist das anders - der Hintergrund wirkt ruhig - eigentlich ahnt man das Wasser nur - Wellen sieht man gar nicht. Eher wirkt es ja so, als ob das Schiffchen auf dem blauen Hintergrund schwebt, und genau deshalb wirkt es so haltlos. Es scheint in die bodenlose Tiefe zu stürzen, das kleine Schiffchen. Einzig das zerfetzte Segel, das im Wind flattert, deutet auf stürmische Verhältnisse hin.

Was mir hier besonders auffällt, das ist das Boot an sich: es wirkt nicht wie ein Boot, sondern eher wie ein furchterregendes Ungeheuer: das Boot läuft nach vorne in einen Drachenkopf aus, der mit weit aufgerissenem Maul und ebenso weit geöffneten Augen alles verschlingt, was ihm in die Quere kommt. Und auch das Heck des Bootes erinnert an ein Ungeheuer, denn es sieht aus wie ein riesiger Drachenschwanz, der wild um sich schlägt und dabei das wild flatternde Segel noch mehr zerfetzt.

Man kann vorne noch sechs Ruder erkennen - aber diese wirken eher, als ob sie nur in der Luft rumquirlen. -Sie sind dünn wie Streichhölzer und ebenso zerbrechlich. Mit diesen Stängelchen kann man das Boot des Lebens nicht beherrschen.

Ziellos und hilflos treibt das Boot, haltlos schwebt es. Die Hauptrichtung in diesem Bild geht von links oben nach rechts unten - eindeutig ein Sturz in die Tiefe.

Die Gefahr auf diesem Bild geht nicht vom Meer oder vom Sturm aus - beide kann man ja kaum erkennen. Nein, die Gefahr in diesem Bild geht von dem Seeungeheuer aus - von dem Drachen, in den sich das Leben verwandelt hat.

Das ganze Boot ist voller Heiligenscheine.  So viel Heiligkeit - und doch stürzt das Boot und doch verwandelt sich das Leben in ein Ungeheuer.
Wir sagen ja heute lapidar: Das Leben ist kein Ponyhof. Aber eigentlich wünschen wir uns doch ein Leben wie auf einem Ponyhof: wir wollen ein schönes, möglichst sorgenfreies Leben in Frieden und Wohlstand mit viel Gesundheit und so weiter. 
Aber das Leben ist nun mal kein Ponyhof - im Gegenteil: es ist lebensgefährlich! Unser Lebensschiff wird in Seenot geraten. Und zwar auch dann, wenn ich gläubig bin!

Wie schnell bin ich dann dabei und klage Gott an: Wo bist du denn? Warum hilfst du nicht? Warum lässt du das zu?
Das gilt im Kleinen wie im Großen.

Aber unser Bild zeigt es: Gott ist ja mit an Bord. Wo Jesus liegt, in Ruhe schläft, da hat der Sturm keine Gewalt. Sein Ärmel oder das Tuch, auf dem sein Kopf ruht, hängt glatt und ruhig hinunter - ein krasser Gegensatz zum wild um sich schlagenden Segel.

Wir wissen, wie die Geschichte weitergeht: die Jünger wecken Jesus auf, mit genau den Worten, die wir so gerne Gott vorwerfen: Herr, fragst du nichts danach, dass wir verderben? Gott, warum tust du nichts?
Und Jesus stand auf, bedrohte Wind und Meer und alles wurde ruhig.

Aber diese Situation zeigt uns der mittelalterliche Maler nicht - er zeigt uns das stürzende Schiff, das Ungeheuer, das uns mitnimmt auf seinem Weg in die Tiefe.
Er zeigt uns den schlafenden Christus, der von all dieser Aufregung nichts mitbekommt, der schläft, obwohl die Welt um ihn herum in Aufruhr ist. Der Maler hat in seinem Bild einige weitere kleine Hinweise versteckt: man sieht zum Beispiel Petrus, der seine Hand zum Mast ausstreckt und versucht, die Situation zu retten. Man sieht einen Jünger, der wie gebannt zum Mast starrt - was mag er sehen? Sieht er das wildgewordene Segel oder sieht er das Kreuz, zu dem sich Mast und Rahe formen? Findet er Trost im Anblick des Kreuzes oder hat er die wildgewordene Umwelt im Blick?
Und einen weiteren Jünger sehen wir, der seine Hand fast schon zaghaft nach Jesus ausstreckt. Ob er in Jesus mehr sieht, als den Meister, der sie in diese Situation ja erst gebracht hat.
Wer sehr gute Augen hat, der kann auf dem Heiligenschein von Jesus drei Buchstaben erkennen: L U X - lateinisch Licht, kann man hier lesen. Jesus ist mehr als nur der Anführer einer Fischertruppe, Jesus ist Licht der Welt, und dieses Licht ist bereits an Bord, wenn das Schiff zu stürzen droht.

Für mich ist das heute der wichtigste Aspekt: Jesus ist an Bord, wenn ich in Not gerate.

Und wo seid ihr in diesem Bild?
Sitzt ihr bei den ängstlichen Jüngern, die den Sturz beobachten, aber tatenlos zusehen?
Greift ihr nach den Tauen und versucht, mit eurer beruflichen Erfahrung das Lebensschiff zu retten?
Greift ihr nach Jesus? Und was sagt ihr zu ihm, wenn er die Augen aufschlägt?

Ihr merkt es schon, mich hat das Bild tief berührt - ich finde es hochaktuell. Dabei ist es wirklich schon 1000 Jahre alt, oder sogar noch etwas älter.

Seid herzlich gegrüßt und gesegnet, ihr Lieben jenseits des Meeres, und auch ihr, hier auf der Insel
Monika





Samstag, 29. Juli 2023

Die Weisheit von Meister Yoda

Hallo, Ihr Lieben jenseits des Meeres - und auch ihr, hier auf der Insel, in dieser Flaschenpost teile ich ein paar Gedanken aus unserer heutigen Morgenandacht.
Was das mit Meister Yoda zu tun hat, findet ihr gleich selbst heraus!
Heute morgen gibt sich Meister Yoda
am Strand von Wyk die Ehre!
Das Reich Gottes kommt nicht so, dass man’s beobachten kann. Man wird nicht sagen: Schaut, hier ist es! Oder: Da ist es!
Denn seht her: das Reich Gottes ist mitten in euch. Lukas 17, 20-21
Ja, wo ist Gott und wo ist Gottes Reich?
Das sind die Fragen, die uns beschäftigen, ich denke, solange, wie es Menschen gibt.
Gibt es Gott und wo kann ich ihn oder sie oder es sehen?
Wie ist Gottes Reich, wo und wann wird es kommen – oder ist es schon da, irgendwo?

Eins ist klar: in Wyk am Strand, wo der Himmel weit ist, da ist es, als ob Himmel und Erde sich berühren. An Gott zu glauben ist leicht, am Strand am Morgen, wo wir den Wind spüren und die Wellen hören, wo die Sonne scheint und Licht und Weite uns umgibt.

Aber da muss ja noch mehr sein als ein schönes Naturerlebnis.

Jesus antwortet auf diese Fragen, die ihm von den Pharisäern, also den Theologen seiner Zeit gestellt werden, mit einem einfachen Satz. Wenn ich ihn wörtlich übersetze, klingt er wie ein Weisheitsspruch von Yoda, dem kleinen Weisen aus Star wars:
Reich Gottes innen euch ist.
Dass das so merkwürdig klingt, liegt an der hebräischen Grammatik, nach der man die Wörter eines Satzes einfach aneinanderreiht - ohne die Bezüge, die wir im Deutschen kennen. Das Reich Gottes ist innen in euch.
Dass innen etwas wächst, das kennen Eltern, wenn sie ein Kind bekommen. Innen, geborgen im Leib der Mutter, wächst das Menschlein, bis es Zeit für das Neue ist, bis die Geburt kommt. Auch, wenn das Kind Merkmale von Vater und Mutter und auch von den Großeltern trägt, ist dieses Kind doch etwas durch und durch Eigenständiges. Innen gewachsen, nach außen gedrungen, entwickelt es sich – in jede nur mögliche Richtung. Alles, was wir dazu tun können, ist, ihm das Leben so schön und hilfreich wie möglich zu machen.

Das Reich Gottes ist innen, in euch.

Ist es nicht das, was uns die Psychologen vorwerfen: dass wir eine Projektion unseres Selbst, ein idealisiertes Selbst-Bild, zum Gott erheben?

Oft passiert das: wir lesen in der Bibel, wir hören von Erfahrungen und Erlebnissen, die andere Menschen mit Gott gemacht haben – und wir bilden uns ein Bild davon: so und so muss Gott sein, und so muss er auch in mir zu finden sein. Ein Gott, der ganz aus Liebe besteht. Oder ein gerechter, aber strafender Gott. Oder ein großzügiger Gott, der alle Religionen mit seiner Liebe umfasst. Oder ein eindeutiger Gott, der auf Entscheidung und Klarheit bedacht ist.

Ob das alles richtig ist – wer weiß das schon genau? Und welche Facette nun die wichtigste, die entscheidendste ist - dafür gibt es sehr individuelle Gewichtungen.

Das, was wir wissen, hat Jesus uns gesagt: Reich Gottes innen euch ist.

Gott wartet, wo wir ihn am wenigsten vermuten, innen in uns oder innen für uns oder innen bei uns. Dort lässt er sich finden, obwohl er dort eigentlich gar nicht hineinpasst, weil er unendlich viel größer ist als wir selbst.

Das klingt wie eine Weisheit von Meister Yoda, ist aber unendlich viel mehr als der gute Rat einer Märchenfigur, nämlich die Einladung, sich selbst auf die Suche zu machen nach Gott und seinem Reich.

Und ihr? Wo und wie findet ihr Gott?
Seid gesegnet!
Monika


Samstag, 22. Juli 2023

Meer macht...

Hallo, Ihr Lieben jenseits des Meeres - und auch ihr, hier auf der Insel, in dieser Flaschenpost teile ich gerne ein paar Fotos mit euch, die der Lebensgefährte unserer Tochter gemacht hat.
Die Wolkenformationen sind schier unglaublich, das Zusammenspiel, bzw. der Kampf zwischen Licht und Dunkel ist atemberaubend.
Hier also erstmal die Fotos:




Mal ehrlich, sind das nicht absolut beeindruckende Wolkenformationen?
Übrigens: wenig später hat es geregnet, aber so richtig! Und über den Regen freu ich mich als Gartenbesitzerin, denn alle Pflanzen auf unserer Insel dursten. Durch die wochenlange Trockenheit, Hitze und vor allem durch den ständigen Wind sind die Böden sehr ausgetrocknet. Ein bisschen richtiger Regen tut also wirklich mal gut - auch wenn es sicher viele Touristen gibt, die das dann als "schlechtes Wetter" bezeichnen würden. So ist das halt - des einen Freud ist des andern Leid... Man kann es nicht allen recht machen.

Ich möchte gern mit euch noch ein Gedicht teilen, das ich diesen Samstag in der Morgenandacht zitieren werde. Es stammt von Erich Fried und passt eigentlich ganz gut zu den schönen dramatischen Bildern:
Wenn man ans Meer kommt,
soll man zu schweigen beginnen
bei den letzten Grashalmen
soll man den Faden verlieren
und den Salzschaum
und das scharfe Zischen des Windes
einatmen
und ausatmen
und wieder einatmen
Wenn man den Sand sägen hört
und das Schlurfen der kleinen Steine
in langen Wellen
soll man aufhören zu sollen
und nichts mehr wollen
nur Meer
nur Meer.

Ich finde ja, Meer macht glücklich!

Und wie geht euch das so? Was macht euch glücklich?

Seid gesegnet heute Morgen
Monika


Samstag, 15. Juli 2023

Wo lässt sich Gott finden?

Hallo, Ihr Lieben jenseits des Meeres - und auch ihr, hier auf der Insel, in dieser Flaschenpost möchte ich mit euch mal wieder einen Literaturfund teilen.
Und zwar stammt der aus dem Liederbuch, das wir immer in der Morgenandacht am Strand benutzen - es heißt Lieder zwischen Himmel und Erde.

Alles ist fertig für die Morgenandacht
am Strand von Wyk

Im vorderen Teil gibt es einen kleinen Andachtsteil, unter anderem mit Psalmen in moderner Übertragung. Einen von diesen Psalmen möchte ich mit euch teilen:

Ich suche Gott auf den Bergen - wird er mir dort entgegenkommen?
Woher kommt mir Hilfe?
Meine Hilfe kommt von ihm, der nicht nur auf den Bergen wohnt.
Mein Gott hat alle Himmel und Welten geschaffen,
und wenn ich ihn bitte, so ist er da und hilft.

Ich suche Gott in der Natur - wird er mir dort begegnen?
Woher kommt mir Hilfe?
Meine Hilfe kommt von ihm, der sich nicht nur um den Himmel sorgt.
Mein Gott sieht auch meine Schritte hier auf Erden,
und wenn ich falle, so richtet er mich wieder auf.

Ich suche Gott im Traum - wird er sich dort mir zeigen?
Woher kommt mir Hilfe?
Meine Hilfe kommt von ihm, der nicht schläft oder müde wird.
Mein Gott behütet mich Tag und Nacht,
und wenn ich zum Leben keine Kraft mehr habe, 
so spricht er mir neuen Mut zu.

Ich suche Gott im Himmel und auf Erden - wo werde ich ihn finden?
Wer kann mir meinen Weg zeigen?
Meine Hilfe kommt von Gott, den ich bitte, der mich tröstet,
der mein Leben behütet, der mich leitet und begleitet.
Übertragung von Uwe Seidel, nach Psalm 121

Das Bild ist nicht aktuell - es stehen viiiieel mehr
Strandkörbe auf dem Strand - aber der Blick ist
dennoch spektakulär! So viel Weite und Himmel
hat man in den Städten nicht!
Wir haben diesen Psalm neulich in einer der Morgenandachten am Strand gemeinsam gelesen. Das war so ein Gänsehaut-Moment für mich. Ich habe immer die Fragen gelesen: woher kommt mir Hilfe? Wo lässt sich Gott finden. Die Antworten wurden mir dann von allen Anwesenden zugesprochen, so fühlte sich das für mich an. 
Die Morgenandacht ist ja am Strand von Wyk, mit dem weiten Blick auf das Meer und die Halligen - man muss ja nicht zu der hässlichen Baustelle für die neue Mittelbrücke gucken... Dort, an diesem Ort, wo Himmel und Erde sich berühren, da kommt die Seele zur Ruhe, da tanke ich Schönheit und Ruhe für die folgende Woche, da begegnet mir Gott!

Und ihr so? Wo sucht ihr Gott?
Und wo lässt er sich von euch finden?

Seid gesegnet
Monika


Montag, 12. Juni 2023

So klingt der Sommer!

Hallo, Ihr Lieben jenseits des Meeres - und auch ihr, hier auf der Insel, in dieser Flaschenpost möchte ich mit euch eins meiner Lieblingslieder aus unserem Gesangbuch teilen: Nun steht in Laub und Blüte...
Bei uns in der Nordkirche findet man das Lied im Regionalteil - in welchen anderen Landeskirchen dieses Lied im Gesangbuch steht, weiß ich nicht.
Ich verlinke euch mal ein Video. Man hört die Melodie, der dazugehörige Text wird eingeblendet zum Mitsingen, und alles wird wunderschön illustriert mit Fotos und Videos aus unserer Nordseelandschaft.
Das Video stammt von Detlef Korsen, Susanne Busche: Klavier, Fotos und Videos
Es ist ein wunderbar beschwingtes Sommerlied voller poetischer Schönheit. Mir spricht es voll aus dem Herzen. Wenn man es so singt, dann wird man sofort glücklich, weil es so treffend unser Sommerfeeling beschreibt.
Übrigens: die Melodie ist uralt! Sie stammt von Johann Steurlein, und wurde bereits im Jahr 1575 komponiert! Das Alter von mehr als 400 Jahren merkt man diesem fröhlichen uns schmissigen Lied nicht an!

Es ist ein friedliches Bild, das uns in diesem Lied beschrieben wird. Es zeigt den Sommer in seinen schönsten Farben und spricht von sommerlicher Leichtigkeit. Im Sommer macht sich ja ganz Deutschland auf den Weg, um die Natur an noch schöneren Orten zu genießen, um sich auszuruhen, ein Eis in der Sonne zu schlecken und am Strand oder in den Bergen spazieren zu gehen.
Im Sommer haben wir eher einen Blick für alles, was uns gute Laune macht. Das triste Grau der Städte wird durch Fassadenbegrünungen oder Balkonkästen aufgehellt, die Sonne macht selbst aus dem langweiligsten Steingrau ein schillerndes Kunstwerk - und wenn wir uns dann erst aufmachen, um irgendwo im Grünen zu picknicken oder an einem Baggersee (oder bei uns am Meer) zu baden, dann zieht Freiheit und Weite ins Herz.
Eigentlich müsste man dieses Lied eher im Winter singen - eine gute Medizin gegen die Winterdepression!
Ja, ich mag dieses Lied!

Und was ist euer Lieblings-Sommerlied?
Seid gesegnet
Monika


Samstag, 3. Juni 2023

Feuer gefangen?

Hallo, Ihr Lieben jenseits des Meeres - und auch ihr, hier auf der Insel, in dieser Flaschenpost möchte ich ein paar Pfingstschnipsel mit euch teilen.
Wir hatten einen wunderbaren Open-Air-Gottesdienst in Nieblum, den ersten seit der Corona-Pandemie. Hach, war das schön: Sonne, ein frischer kühlender Wind, der große Pastoratsgarten mit seinen verwunschenen Bäumen. Unter der alten Blutbuche feierten wir Pfingsten mit Posaunen (die habe ich ebenfalls seit Corona nicht mehr gehört), mit schönen Texten, mit der erzählten Pfingstgeschichte.
Leider habe ich keine Fotos gemacht - ich war zu beschäftigt mit reden und singen und mitdenken und genießen!

Unser Thema in diesem Jahr: Feuer gefangen?
Ich wünsche mir ein Feuer,
das im Herzen brennt,
das heller scheint als alles,
was mein Alltag kennt.
ich wünsche mir ein Feuer,
das mein Herz befreit,
das mich wärmt und mich berührt
für alle Zeit.
Dieses schöne Gedicht stammt von der Band "Unheilig" - wir haben das Lied nicht gesungen, aber dieser Text hat mich angesprochen: Wofür brennt eigentlich mein Herz?
Oder noch schärfer gefragt: Wünsche ich mir, dass mein Herz brennt?
Oder reicht mir der Alltag mit seinen immer gleichen Aufgaben, mit seinen Routinen. Mit dem Alltag bin ich beschäftigt - aber brennt mein Herz dafür?
Ich persönlich liebe meine Familie, mein Herz brennt dafür.
Ich liebe meinen Beruf - auch dafür brennt mein Herz, aber schon irgendwie nicht mehr sooo lichterloh. Da wird das Feuer durch die alltäglichen Kleinigkeiten ganz schnell gelöscht. Ist es einmal ganz aus, dann fällt es schwer, es wieder anzufachen. Bei den Naturvölkern gab es daher Menschen, die das Feuer hüteten, immer ein wenig Glut aufbewahrten, der Funke wurde genährt, und wenn man Feuer brauchte, dann wurde es wieder entfacht. Das ging ja ganz einfach, solange man noch ein wenig Glut aufbewahrt hatte.
Wir haben das verlernt in unserer heutigen Zeit. Wenn wir Feuer brauchen, dann schnippen wir ein Feuerzeug an oder nehmen ein Streichholz. So easy! Leider lässt sich das Herzensfeuer so leicht nicht wieder anfachen. Wenn es verlischt, wird das Herz kalt, das, wofür mein Herz gebrannt hat, lässt mich nun kalt, wird mir gleichgültig. Ohne Herzensfeuer wird aber jeder Handgriff dafür zur Anstrengung. Weil wir heute das Feuer nicht mehr hüten müssen, hüten wir oft auch das Herzensfeuer nicht. Es geht aus - und wir suchen uns etwas Neues, einen neuen Partner, einen neuen Job, ein neues Hobby.

Ich möchte noch Augustinus, den Kirchenvater aus dem 5. Jahrhundert zitieren:
In dir muss brennen, was du in anderen entzünden willst.
Das kann ich natürlich auch umkehren: wenn ich für etwas brenne, dann springt der Funke automatisch über, dann stecke ich meiner Begeisterung ganz schnell auch andere an.
Dann ist die Gefahr eines Burn-out in Familie oder Beruf irgendwie nicht mehr so groß, denn mich treibt das Bewusstsein an: Der Einsatz lohnt sich!

Die Botschaft im Pfingstgottesdienst ging natürlich noch weiter - aber für mich reicht das hier erstmal, das will ich mir rauspicken aus den vielen Texten und Gedanken, die wir gehört und geredet haben.
Wofür brenne ich? Und wie hüte ich dieses Herzensfeuer?

Seid gesegnet, ihr Lieben jenseits des Meeres - und auch ihr, hier auf der Insel
Monika


Samstag, 20. Mai 2023

Mein Schatz-Satz

Hallo, Ihr Lieben jenseits des Meeres - und auch ihr, hier auf der Insel, in dieser Flaschenpost geht es ums Suchen und Sammeln von Schätzen. Wie ich auf's Schatzsuchen komme?
Naja, ich lebe ja auf einer Insel - und solange ich hier lebe, kitzeln mich Gedanken an Piraten,  Segelschiffe, Abenteuer, Schatzkisten, Schatzkarten und die Suche nach verborgenen Schätzen.

Schätze und Schatzkarten, eine Schatzsuche oder Piratenspiele waren daher in meinem bisherigen Arbeitsleben immer wieder ein Thema. Mittlerweile mache ich ja kaum noch Veranstaltungen für Kinder, aber man kann ja nicht einfach wegwerfen, was einen jahrzehntelang begleitet hat. 

Als ich daher in einer Bibel, die extra für Konfirmanden geschrieben ist, die Aufforderung fand: Geh doch mal auf Schatzsuche - da war ich sofort interessiert. Natürlich ist das Wort Schatzsuche hier nicht wörtlich gemeint, ich werde also nicht mit einer Schatzkarte ausgestattet, mit einer Hacke und einer Schaufel. Ich grabe nicht in der Erde, um eine Kiste voller Gold zu finden (hach, das wär ja was...). Nein, die Leser dieser Bibel werden aufgefordert, im Lukasevangelium nach einem Schatz-Satz zu forschen.

Welch schöner Begriff: ein Schatz-Satz...
Das Wort lasse ich mir erstmal auf der Zunge zergehen. Ein Schatz-Satz.
Wie müsste ein Satz beschaffen sein, damit er für mich mehr ist, als eine bloße Mitteilung?
Ein Schatz-Satz müsste für mich eine schöne Botschaft enthalten, etwas, das mir Mut macht oder mir Energie gibt. Ein Schatz-Satz enthält so wertvolle Worte, dass ich diesen Satz liebevoll aufbewahre. Ich schreibe ihn mir auf, vielleicht mache ich mir ein Bild dazu, damit ich mir diesen Satz noch besser merken kann. Ein Schatz-Satz bringt sich selbst immer wieder in Erinnerung, er ploppt in den Gedanken immer wieder auf und macht mich froh.

Ich verrate euch jetzt den Schatz-Satz, der mir sofort eingefallen ist. Er stammt aus dem Johannes-Evangelium und ist mein Konfirmations-Spruch:
Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, auf dass alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben. Joh. 3, 16

Es ist das Wesen eines Schatz-Satzes, dass er bedeutungsvoll ist, ohne dass er erklärt werden muss. Für mich ist dieser Satz wirklich bedeutungsvoll, immer wieder werde ich an ihn erinnert, er begleitet mich nun schon seit vielen Jahrzehnten. Es gibt andere Schatz-Sätze, die mir einfallen, wenn ich länger darüber nachdenke, aber dieser eine ist der Satz meines Lebens, er ist in der Schatzkiste sozusagen die goldene Krone mit den Diamanten, alle anderen Sätze glitzern auch und sind großartig, aber dieser ist meiner, mein Schatz.

Habt ihr auch so einen Schatz-Satz? 
Wollt ihr ihn mit uns teilen?
Oder habt ihr (bisher) noch keinen Schatz-Satz? Dann könnt ihr ja auch mal auf Schatzsuche gehen: in einer gedruckten Bibel findet man viele Sprüche, die in fetter Schrift gedruckt sind, und die daher besonders ins Auge fallen. Findest du einen Satz, den du richtig toll findest, der dich anspricht und funkelt und glitzert, wie ein echter Schatz?
Aber vielleicht findest du deinen Schatz-Satz ja auch gar nicht in der Bibel, sondern in einer der vielen Sprüche-Sammlungen, die es im Internet oder in Buchform gibt. Auch dabei sind viele "weise" Worte, die für den einen bedeutungsvoll klingen, für irgendjemand anderen aber völlig ohne jeden Wert sind. Das ist das Schöne an Schatz-Sätzen: jeder und jede hat seinen eigenen!

In diesem Sinne: viel Erfolg bei der Schatz-Suche!
Monika


Samstag, 13. Mai 2023

Die kleinen Propheten...

Hallo, Ihr Lieben jenseits des Meeres - und auch ihr, hier auf der Insel, in dieser Flaschenpost möchte ich mit euch einen Bibelvers teilen, über den ich bei einer Internet-Recherche gestolpert bin.
Aber zuerst will ich euch was fragen: kennst ihr die kleinen Propheten?

So heißen bei uns zu Hause die Dessertlöffel, die man immer ober über dem Teller quer aufdeckt. Sie verheißen uns etwas Süßes zum Nachtisch - auch, wenn es zuerst eine "richtige" Mahlzeit gibt.
Der kleine Löffel quer über dem Teller
verheißt etwas Süßes zum Nachtisch - 
wir können uns schon mal drauf freuen, und
eine kleine Lücke im Magen dafür freilassen!

In der Bibel gibt es auch "kleine Propheten", nämlich die ganz kurzen Bücher, die hinter den "großen" Propheten wie Jesaja oder Jeremia zu finden sind. Einer dieser kleinen Propheten ist Joel. Sein Buch hat man schnell durchgelesen - es hat nur vier kurze Kapitel. Allerdings ist das Buch schwer auszuhalten, denn es handelt nur von einem einzigen Thema: vom drohenden Tag Gottes, der sich durch Naturkatastrophen, Kriege und kosmische Ereignisse wie Mond- oder Sonnenfinsternis ankündigt. Das Buch handelt immerzu von Gericht und Buße und Umkehr und Androhungen - es ist schwer zu ertragen, wirklich.
Aber mitten drin, also wirklich ziemlich genau in der Mitte, habe ich den Vers gefunden, den ich mit euch teilen möchte:
Ich will meinen Geist ausgießen über alles, was lebt. Eure Kinder sollen weissagen, eure Alten sollen Träume haben, und eure Jünglinge sollen Gesichte sehen. Joel 3,1

Fast schon pfingstlich klingt diese Ankündigung, und irgendwie tröstlich. Mitten in all dem Chaos dieser Welt, in all dieser Ungerechtigkeit, zwischen Umweltkatastrophen und Zukunftsangst klingen zuversichtliche Töne an. Joel macht klar: es gibt eine Größe, mit der wir rechnen können - Gott!

Gestolpert (im positiven Sinne) bin ich über die Aussage: eure Alten sollen Träume haben.

Dass junge Menschen oder Kinder träumen, ist klar. Sie haben noch das ganze Leben vor sich, dazu noch viel Fantasie, sie malen sich die Welt und ihre Zukunft in den schönsten Farben aus. Aber Alte fallen normalerweise unsanft auf den Boden der Tatsachen, wenn sie mal träumen - die Realität vernichtet jede Art von Illusion, von Hoffnung, dass es mal besser werden könnte.

Das soll nicht sein - sagt Joel. Die Alten dürfen und sollen auch träumen - von einer besseren Welt, von Hoffnung für die Zukunft, von einer intakten Umwelt, davon, dass die Klimakatastrophe abzuwenden ist oder wenigstens abzumildern, von Frieden untereinander, von Glück und Zufriedenheit. Wir dürfen träumen! Ist das nicht schön?

Ja, es macht doch Sinn, ab und zu mal auf die kleinen Propheten zu gucken!

Wovon träumt ihr denn so?

Ganz herzlich grüßt euch von der schönsten Insel der Welt

Monika