Herzlich Willkommen auf meinem Blog

Herzlich Willkommen auf meinem Blog
Mittelbrücke auf Föhr - seit 2023 ist sie leider Geschichte
Posts mit dem Label Advent werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Advent werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Samstag, 9. Dezember 2023

4 Kerzen

Hallo, Ihr Lieben jenseits des Meeres - und auch ihr, hier auf der Insel, in dieser Flaschenpost möchte ich mit euch eine Geschichte teilen, die ich irgendwo in den Tiefen des WWW gefunden habe. Ich will sie euch erzählen:

Es war ganz still im Zimmer, so still, dass man jedes kleine Geräusch hören konnte. Und so konnte man auch hören, was man sonst im Trubel der Tage einfach nicht wahrnimmt: die 4 Kerzen unterhielten sich. 4 Kerzen brannten hell und klar - auf dem Adventskranz vermutlich. 
Die erste Kerze sagte:
Ich heiße Frieden, ich leuchte für das gute Miteinander der Menschen. Aber langsam geht mir die Luft aus - es gibt ja gar keinen Frieden mehr in der Welt. Die Menschen sorgen nur für sich selbst. Sie setzen ihren Willen durch - egal, ob sie damit andere verletzen oder nicht. Das passiert im Kleinen, in der Nachbarschaft, im Kindergarten, in der Schule, bei der Arbeit, unter Kollegen, sogar unter Freunden. Das passiert aber auch im Großen - es werden Konflikte nicht mehr mit Worten bearbeitet, sondern es wird gleich zu Waffen gegriffen.
Ich heiße Frieden, aber zum Leuchten habe ich keine Kraft mehr. 
Man hörte so etwas wie ein tiefes Seufzen - und dann verlosch die Kerze.

Da sprach die zweite Kerze:
Ich heiße Glauben, ich leuchte dafür, dass die Menschen wissen: es gibt etwas jenseits des Offensichtlichen. Aber mir geht langsam die Luft aus: es gibt keinen Glauben in dieser Welt. Es zählt die Wissenschaft und der Beweis. Was sich nicht logisch erklären und beweisen lässt, das ist auch nicht da. Es gibt nur noch das, was vordergründig einfach zu erkennen ist. 
Ich heiße Glauben, aber zum Leuchten habe ich keine Kraft mehr.
Und auch die zweite Kerze seufzte tief auf - und verlosch.

Da sprach die dritte Kerze:
Ich heiße Liebe, ich leuchte dafür, dass die Menschen mehr sehen als sich selbst. Aber mir geht langsam die Luft aus: es gibt kaum noch Liebe in dieser Welt. Jeder sieht sich selbst und sorgt für sich selbst - wie es den anderen dabei geht, scheint egal zu sein. Was mir selbst nicht nützt, ist nichts wert.
Ich heiße Liebe, aber zum Leuchten habe ich keine Kraft mehr.
Und damit seufzte die dritte Kerze tief auf - und verlosch.

In diesem Moment kam ein Kind in das Zimmer. Es sah die drei erloschenen Kerzen und war ganz erschrocken: Was tut ihr denn?, fragte es. Ihr sollt doch leuchten, ihr könnt doch nicht einfach ausgehen!
Und das Kind fing an zu weinen.
Da sprach die vierte Kerze:
Weine nicht. Ich heiße Hoffnung, und solange ich brenne, können wir auch die anderen Kerzen wieder entzünden.
Da wischte sich das Kind die Tränen aus den Augen. Es nahm die letzte noch brennende Kerze, die Hoffnung, in die Hände und entzünde mit der Flamme vorsichtig die anderen drei Kerzen.
Da brannten sie wieder und erleuchteten ihre Welt: der Friede, der Glaube, die Liebe und die Hoffnung!

Möge euch die Hoffnung nie erlöschen
Monika


Samstag, 25. November 2023

Zeit für Dinge

Hallo, Ihr Lieben jenseits des Meeres - und auch ihr, hier auf der Insel, in dieser Flaschenpost möchte ich mit euch ein Gedicht teilen, das ich schon seit längerer Zeit auf meinem Schreibtisch liegen habe.

Morgen ist Totensonntag - der letzte Tag im Kirchenjahr, wir denken an die Verstorbenen unserer Gemeinde, erinnern uns dankbar an das, was wir mit ihnen erlebt haben und geben unserer Trauer darüber, dass sie gegangen sind, noch einmal Ausdruck.

Und am Tag danach beginnt irgendwie schon die Vorbereitung auf Advent. Dieses Jahr ist die Adventszeit ja nur 3 Wochen - am 4. Advent ist schon Heiligabend. Innerlich fühle ich mich angetrieben, möchte das Haus schön vorbereiten, möchte Adventskalender und Kekse verschenken. Dazu muss ich aber erstmal basteln und backen. 
Gleichzeitig beginnt in der Gemeindearbeit die wuseligste Zeit. Gerade wir kirchlichen MitarbeiterInnen hetzen von einer Besinnung zur nächsten und wissen oft nicht mehr, wo uns der Kopf steht. Die eigene Besinnung kommt dabei oft zu kurz.
Daher spricht mich für die kommende Zeit das Gedicht, das ich gleich mit euch teile, besonders an:
Zeit für Dinge:
Nimm dir Zeit zum
Arbeiten.
Das ist der Preis für den Erfolg.
Nimm dir Zeit zum
Nachdenken.
Das ist die Quelle der Kraft.
Nimm dir Zeit zum
Spielen.
Das ist das Geheimnis des Jungseins.
Nimm dir Zeit zum
Lesen.
Das ist die Grundlage des Wissens.
Nimm dir Zeit für die
Andacht.
Das wäscht den irdischen Staub von deinen Augen.
Nimm dir Zeit zur
Freundlichkeit.
Das ist der Weg zum Glück.
Nimm dir Zeit zum
Lieben.
Das ist wahre Lebensfreude.
Nimm dir Zeit zum
Träumen.
Das trägt deine Last zu den Sternen hinauf.
Nimm dir Zeit zum
Lachen.
Das ist heilsam für die Seele.
Nimm dir Zeit zum
Planen.
Dann bleibt auch Zeit für die ersten neun Dinge.

Leider habe ich keinen Urheber für diese weisen Zeilen - sorry!
Aber das könnte mein Programm für die kommenden Wochen sein - vielleicht ist dann der Weg von Besinnung zu Besinnung weniger hektisch!
Kommt gut durch die kurze Adventszeit!
Monika




Samstag, 17. Dezember 2022

Mein Lieblingslied im Advent...

Hallo, Ihr Lieben jenseits des Meeres - und auch ihr, hier auf der Insel, in dieser Flaschenpost möchte ich mit euch einige Gedanken über eins meiner liebsten Adventslieder teilen - und zwar "Maria durch ein Dornwald ging".
Ich kenne das Lied, eigentlich solange wie ich denken kann. Das war eines der wenigen Lieder, die ich mit der Flöte spielen konnte - damals in den lange vergangenen Zeiten, als man unbedingt Blockflöte lernen musste, um zu beweisen, dass man musikalisch ist. Erst Blockflöte, dann "was Richtiges". Ich bin an der Blockflöte gescheitert... aber das ist eine andere Geschichte.

Maria durch ein Dornwald ging - dieses Lied hatte es mir in meiner Kindheit angetan, weil ich die Melodie so schön fand. Da kann man so richtig schön schmachten. Die weichen Klänge mit dem leicht tänzelnden Rhythmus sind genau die richtige Mischung aus Sehnsucht, beschwingtem Gang und Nachdenklichkeit. Über den Text habe ich mir - ehrlich gesagt - nie Gedanken gemacht. Eine Legende von Maria und Josef eben - eine schöne Geschichte.


Und nun musste ich für die Frauen-Adventsfeier eine Andacht vorbereiten...
Von irgendwoher kam der Gedanke: mach doch mal was zu Maria und dem Dornwald...
Wirklich, ich konnte nur noch an dieses Lied denken. Eine andere Andacht, ein anderes Thema, kam überhaupt nicht in Frage.

Das Lied hat mehr zu bieten als eine schöne Melodie und einen gut singbaren Rhythmus.
Eins der darin verarbeiteten Themen ist das Tragen - dieses Wort kommt in jeder der drei Strophen vor:
In der ersten Strophe trägt der Dornwald keine Blätter - seit sieben Jahren nicht!
Wie traurig ist das denn! Am Ende ist da in diesem Wald nur noch Bitterkeit und stechende Dornen. Wie muss sich das anfühlen, durch solch ein Dorngestrüpp gehen zu müssen. Die Dornen pieksen und stechen, sie zerreißen die Kleider und vielleicht sogar die Haut. 
Und nicht einmal Blätter trägt das Dornengesträuch! Leblos, ja lebensfeindlich ist der Weg hindurch. Und voll Sehnsucht nach Lebendigkeit ist diese Strophe!

Die zweite Strophe handelt auch vom Tragen, allerdings wird hier eine Frage gestellt - ähnlich wie ein Rätsel. Zu diesem Zeitpunkt weiß nur Maria selbst die Antwort auf diese Rätselfrage: Was trug Maria unter ihrem Herzen?
Was tragen wir denn unter unserem Herzen, ganz tief verborgen in uns? Was tragen wir im Herzen in diesem Advent? Womit tragen wir uns?
Maria war "guter Hoffnung" - ein anderer Ausdruck für "schwanger". Aber in dieser Formulierung schwingt noch so viel Positives mit: gute Hoffnung haben heißt ja: vertrauensvoll in die Zukunft blicken, die Zukunft wird schön. Sie trägt ein Kind - das Kind, ganz verborgen noch und tief innen.

Die dritte Strophe erzählt dann das Wunder: wieder tragen die Dornen - diesmal aber Rosen!
Eine wunderbare Verwandlung - nein eigentlich keine Verwandlung, denn die Dornen bleiben dornig und gefährlich, aber sie schmücken sich, sie beginnen zu duften, sie nehmen Farbe an, sie werden lebendig. Das geschieht einfach so, weil das Kind, getragen von Maria, seinen Weg durch die Dornen nimmt.

Das Kind und Maria - sie tragen einander. Sie haben eine innige Beziehung, inniger geht es kaum. Das macht den Dornenweg nicht nur erträglich, sondern vielmehr zu einem duftenden Sommerweg.

Was tragen wir denn tief in unserem Herzen?
Sind das Gedanken, die pieken und stechen, oder sind wir "guter Hoffnung" - voll positiver Energie?

Nicht von irgendwoher kommen die guten Gedanken, nicht grundlos ist die Hoffnung. Marias Kind - es ist auch für uns ein besonderes Kind. Es bringt auch uns Hoffnung und vermag für uns den dornigen Weg mit Rosen zu schmücken.

Seid gesegnet an diesem Samstag vor dem 4. Advent
Monika




Samstag, 10. Dezember 2022

Schnee auf Föhr!

Hallo, Ihr Lieben jenseits des Meeres - und auch ihr, hier auf der Insel, in dieser Flaschenpost möchte ich ein paar Bilder mit euch teilen, die in der Nacht zum Donnerstag entstanden sind:
Unser verschneites Häuschen - sieht so richtig
weihnachtlich aus, oder?

Dick verschneit: der Rest
vom Schleierkraut in unserem Garten

Unsere Auffahrt mitten in
der Nacht

Am nächsten Tag war der
größte Teil des Schnees schon
wieder weggetaut - aber unsere Hunde
lieben dieses Wetter trotzdem. Sie toben
ausgelassen mit einem Stöckchen
über den Waldweg.

Mein erster Gedanke war: wie schön! Endlich mal Schnee in der Adventszeit!

Mein zweiter Gedanke war: Morgen früh muss man Ehe-Andreas Schnee schieben - der Arme. Vielleicht taut es ja ein wenig, so dass er nicht zu schwer schieben muss.

Zwei Gedanken, zwei gegensätzliche Ansichten. Schnee ist schön - und Schnee ist Arbeit.
Aber man muss den wunderschönen Schnee ja wegräumen, damit der Weg frei wird.

Moment!
Der Weg wird freigeräumt - das klingt ja wie der Wochenspruch für die morgen beginnende Woche: Bereitet dem Herrn den Weg, denn siehe, der Herr kommt gewaltig! (Jes. 40, 3.10)

Den Schnee kann ich leicht wegschieben, bzw. macht das eben meistens (immer) mein Mann.
Aber wie bereite ich dem Herrn den Weg? Wie mache ich ihm einen Weg frei? Was ist es überhaupt, das den Weg zwischen Gott und mir rutschig und schwer begehbar macht?

Vielleicht könnte ich einfach mal so etwas wie einen Schneeschieber in die Hand nehmen und beiseite schieben, was meinen Alltag so übervoll macht, dass mir kaum ein Gedanke für Gott frei bleibt.

Nun muss ich schon beruflich immer wieder und in letzter Zeit vermehrt über Gott und die Welt nachdenken und Worte dafür finden - dennoch werde ich das Gefühl nicht los, dass sich gerade Advent und Weihnachten völlig losgelöst haben von ihrem christlichen Ursprung, und dass auch vor mir selbst dieser Zeittrend nicht halt macht. Ich mache selbstverständlich mit bei den ganzen Weihnachtsvorbereitungen, ich mag sie. Ich suche Geschenke aus, ich genieße das geschmückte Haus, ich freue mich über einen weißen Advent mit Schneegestöber und trinke Heißgetränke mit meinem Liebsten. Ich wandere durch den Winterwald mit den Hunden und summe dabei innerlich Weihnachtslieder, wie "Leise rieselt der Schnee" oder "...wandern durch den weißen Winterwald..."

Allerdings: das bereitet zwar das Weihnachtsfest vor - aber mit dem Kommen Gottes in unsere Welt hat das wenig zu tun. Das vollzieht sich heimlich, in der Stille, ganz verborgen und tief innen - und auf eine Weise, die wir mit dem Verstand nicht ergründen können. Was mir als Vorbereitung bleibt, ist ein leises, innerliches Gebet: "Ja, komm - wir brauchen dich! Heute mehr denn je, denn unsere Welt und unsere Gesellschaft gehen kaputt, und wir können sie nicht mit eigener Kraft retten."

Wo ich den Schneeschieber ansetzen muss, um den Weg frei zu räumen?
Für heute denke ich, das Gebet ist schon mal ein guter Anfang. Mal sehen, wie es weiter geht!

Und ihr? Wo schiebt ihr Schnee?
Habt einen gesegneten 3. Adventssonntag, ihr Lieben jenseits des Meeres - und auch ihr, hier auf der Insel!
Monika



Samstag, 3. Dezember 2022

Nikolaus oder Santa Claus?

Hallo, Ihr Lieben jenseits des Meeres - und auch ihr, hier auf der Insel, in dieser Flaschenpost möchte ich mit euch ein paar Gedanken aus dieser Adventszeit teilen. 

Die Erkenntnis, die ich mit euch teilen möchte, ist nicht neu, es gibt sie schon lange, eher unterschwellig. Warum mir persönlich das in diesem Jahr so negativ aufstößt, kann ich nicht sagen. Und zwar ist das die Erkenntnis, dass Advent und Weihnachten, wie wir es feiern, eigentlich gar nichts mehr mit der ursprünglichen Geschichte zu tun hat.

Ich will einige Erlebnisse dazu mit euch teilen.
Eins stammt noch aus dem Sommer: ich habe eine Kirchenführung für Kinder angeboten, es waren etliche Kinder mit ihren Eltern da. Wir haben unseren wunderschönen Altar in St. Nicolai angeschaut, und ich habe die Kinder gebeten, die Tafel zu finden, auf der Weihnachten dargestellt ist.
Der Altar in St. Nicolai lädt die Augen zum
Spazierengehen ein. Man kann die gesamte
Geschichte von Jesu Leben entdecken.
Ich habe gedacht, Weihnachten kennen alle, das kann man zuordnen. Aber dem war nicht so. Verwirrte Kinderaugen schauten mich an, fragende Elterngesichter. Ich dachte, sie könnten das vielleicht nicht aus der Ferne erkennen und bot ein Fernglas an - aber das war nicht das Problem. Auch mit Fernglas war keiner der Eltern und keines der Kinder in der Lage, das Weihnachtsbild auf unserem Altar zu entdecken.
Bild Nr. 2 zeigt die Geburt im Stall
Erst, als ich nachfragte, was wir denn Weihnachten in der Kirche feiern, kam anscheinend ganz langsam die Erleuchtung: ach ja, da war ja was mit Kind und Krippe und Ochs und Esel, und Engeln und Hirten.
Anscheinend gibt es andere Weihnachtsbilder in den Fantasien der Kinder: Stuben mit Tannenbaum und Geschenken, der Nikolaus bzw. Santa Claus mit seinem Schlitten und Rudolph, das rotnasige Rentier.

Wie gesagt, das war im Sommer.
Jetzt haben wir Anfang Dezember. Nächste Woche werde ich in den Kindergarten gehen und den Kindern dort vom Nikolaus erzählen. Dafür suchte ich im WWW eine kindgerechte Darstellung der Sagen vom Nikolaus. Aber ich wurde trotz intensiver Suche nicht wirklich fündig: es gibt entweder Geschichten von rotgekleideten Nikolaus-Männern, die irgendwie vage Wünsche erfüllen oder Wunder wirken, oder es gibt Sachtexte, die mir sagen, dass Nikolaus Bischof in Myra war, und ca. 280 nach Chr. gelebt hat. Und dass der Nikolaus und der Weihnachtsmann, wie sie heute dargestellt sind, Erfindungen unserer Zeit sind. Die niedlichen Geschichten von rotgekleideten Nikoläusen oder Weihnachtsmännern, die Wünsche erfüllen, erinnern an die leicht kitschigen Weihnachtsfilme, die immer gut ausgehen, und wo der "Zauber von Weihnachten" am Ende auch die harten Herzen erweicht. Das sind schöne Geschichten, aber sie haben mit der Weihnachtsgeschichte gar nichts zu tun.
Und die Sachtexte über den Bischof von Myra - ja, mich interessieren sie. Aber die Kinder im Kindergarten? 
Ich werde die Kinder vermutlich völlig verwirren - denn sie wachsen ja mit den Santa-Claus-Geschichten auf, mit dem Nikolaus, der am Nordpol wohnt und mit Rudolph durch die Lüfte saust, um den Kindern Freude zu bringen. Dass solche Erwartungen enttäuscht werden, ist ja eigentlich vorprogrammiert.

Und ich selbst?
Ich mag Weihnachtsfilme. Ich mag den Nikolaus vom Nordpol mit seinen roten Bäckchen und seinem dicken Bauch, der so schön tief lacht. Ich mag auch unsere Adventsgewohnheiten. Ich mag das, wenn die Zimmer schön geschmückt sind, wenn Kerzen brennen und überall Engelfiguren stehen oder meine lang gesammelte Elchparade übers Sideboard schreitet. Es ist ja eine heimelige Zeit voller Überraschungen und Geheimnisse, voller Vorfreude und Sehnsucht.
Aber das ist ja nur ein Teil der Wahrheit.

Die Geschichte, die hinter unseren Advents- und Weihnachtsbräuchen steht, die kommt mir selbst in diesem Jahr viel häufiger in den Sinn - und gleichzeitig vermisse ich sie in all dem Trubel und der Geschäftigkeit. Es wirkt, als ob der Dezember ein völlig selbständiger Festmonat ohne religiösen Bezug geworden ist.

Wie seht ihr das denn? Was ist eure Meinung dazu?
Vermisst ihr die christliche Botschaft in dieser Zeit?
Ist es in Ordnung, wenn wir so nach und nach den christlichen Hintergrund durch Märchengestalten mit Wundermacht ersetzen?
Welche Geschichte erzählt ihr euren Kindern? Die Geschichten von Bethlehem und dem Stall oder die Geschichten von Santa Claus mit den Wichteln oder Elfen?

Ich würde mich freuen, wenn ihr eure Meinung dazu hier in die Kommentare schreibt - denn mich treibt das Thema dieses Jahr um.

Ich wünsche euch einen schönen, gesegneten 2. Advent!
Monika


Samstag, 26. November 2022

Wie buchstabierst du eigentlich A-d-v-e-n-t?

Hallo, Ihr Lieben jenseits des Meeres - und auch ihr, hier auf der Insel, in dieser Flaschenpost mache ich mir ein paar Gedanken über den morgigen 1. Advent - und was es bedeutet, dass morgen die Adventszeit beginnt.
Beim Surfen im www bin ich auf die Frage gestoßen: wie buchstabierst du eigentlich Advent? - und ich habe unzählige Antworten dazu gefunden.

A wie:
  • Ankunft, das ist natürlich richtig. Advent kommt vom lateinischen Advenire und heißt ankommen. Wir erwarten die Ankunft Jesu, dessen Geburt wir an Weihnachten feiern.
  • A - wie aufräumen. Und auch das stimmt: wir räumen im Advent immer unser Haus schön auf - zum einen, weil wir es auch schmücken wollen, zum anderen auch für den Besuch, der an Weihnachten ankommen wird (da haben wir wieder die Ankunft 😉). 
  • A - wie andere Menschen. Und auch das stimmt selbstverständlich, denn gerade im Advent bin ich eher weich gestimmt und daher offener für die Not anderer als normalerweise.
D wie:
  • Dunkelheit: der Advent wird in der dunkelsten Jahreszeit gefeiert. Bei uns auf der Insel ist es meist nicht vor 8 Uhr morgens einigermaßen hell, und ab 4 Uhr nachmittags setzt die Dämmerung schon wieder ein. Noch ein paar Wochen wird es dauern, die Tage werden noch kürzer werden, erst nach der Wintersonnenwende kurz vor Heiligabend werden die Tage wieder länger. Gegen die Dunkelheit und die drohende Winterdepression zünden wir Kerzen an. Das viele Licht erinnert mich daran, dass wir nicht allein sind in der Dunkelheit, dass Jesus als Licht der Welt geboren wurde.
  • D - wie durchhalten. Der Advent ist in der Regel eine voll gepackte Zeit mit vielen Aufgaben: Haus schmücken, Kekse Backen, Geschenke kaufen, Weihnachtsmenüs planen und vorbereiten... Irgendwie sind die Tage im Advent nicht nur kurz wegen der kurzen Tageslichtzeit - die Zeit an sich scheint schneller zu rennen, und die Tage scheinen weniger als 24 Stunden zu haben, weil es so viel zu erledigen gibt. Deshalb gibt es auch:
  • D - wie durchatmen. Ja, gerade diese Zeit lädt dazu ein, die gemütliche Seite des Lebens zu genießen: Kerzen, Kekse, Adventslieder - all das macht diese Zeit schön, gibt mir Zeit zum Durchatmen.
V wie:
  • Vorbereitung. Das hatten wir schon: es gibt wirklich viel vorzubereiten! Das halte ich nur aus mit:
  • V - wie Vorfreude. Mit den vielen Kerzen und dem schön geschmückten Haus kommt fast wie von selbst gute Stimmung auf, die mir hilft, die vielen Vorbereitungen mit guter Laune und Freude durchzustehen.
  • V - wie Vertrauen, dass alles gut wird. Nicht die negative Weltsicht aus den Nachrichten muss siegen - Gott hat schon längst seinen Sohn geschickt, um uns mit ihm vertraut zu machen. Ich darf mich darauf verlassen, dass mit der Geburt Jesu vor zweitausend Jahren das neue Reich Gottes begonnen hat.
E wie:
  • Eile: wir sind oft in Eile in dieser eigentlich besinnlichen Zeit. So viel ist zu erledigen - aber das hatten wir ja auch schon.
  • E - wie Einkaufscenter. An Weihnachtsgeschenken wird in unserer Gesellschaft selten gespart. Die Läden und Internetshops sind glücklich - für viele ist die Adventszeit die Zeit, in der der größte Umsatz gemacht wird. Aber das gehört einfach zur Adventszeit dazu - für mich jedenfalls. Denn ich kaufe ja nicht für mich ein, sondern mache mir Gedanken über A - wie Andere. Und wie ich anderen eine Freude bereiten kann.
  • E - wie Erwartung, aber auch wie Engel und Ehre: die himmlischen Engelchöre singen: Ehre sei Gott in der Höhe. Und wir erwarten den Frieden auf Erden.
N wie:
  • Neugier: die Adventszeit ist voller Heimlichtuerei und Überraschungen. Neugier gehört dazu. Die Kinder können in der Regel kaum erwarten, welche Geschenke unterm Weihnachtsbaum liegen. Diese Neugier beschäftigt sie den ganzen Advent über. Und wir Erwachsene? Ach, manchmal würde ich auch gern durch ein Schlüsselloch blinzeln...
  • N - wie Nahrung: gutes Essen und Trinken gehört zum Weihnachtsfest dazu - während der Adventszeit planen wir die Menüs. Wie geht es euch? Wir haben immer viel zu viel zum Essen - aber das macht nichts. Die leckeren Sachen schmecken auch nach Weihnachten noch lecker.
  • N - neu beginnen: Gott sandte seinen Sohn als kleines hilfloses Kind auf diese Welt - ein Neubeginn. Und auch wir dürfen neu beginnen, selbst dann, wenn wir gerade eben gescheitert sind. 
T wie:
  • Termine: gerade als kirchliche Mitarbeiterin "hetze" ich von Besinnung zu Besinnung. Der Advent ist eine Zeit, in der sich viele Menschen wieder an die Kirche erinnern und Kontakt suchen. Das ist schön - trotz der Termine!
  • T - wie Tannenbaum: am 1. Advent gehen wir traditionell in den Wald und kaufen beim Förster einen Tannenbaum. Das machen viele andere Föhrer auch - und so ist das Baumkaufen auch gleich ein Treffen.
  • T - wie Traditionen: viele gesellschaftliche, aber auch familiäre Traditionen gehören zur Adventszeit dazu. Bestimmte Lieder möchten gesungen werden, bestimmte Filme werden geschaut. Es werden Gerichte gekocht, die es nur in dieser Zeit gibt.
Das sind meine Adventsbuchstaben. Und wie buchstabiert ihr A - v - e - n - t?

Ich wünsche euch eine gesegnete Adventszeit!
Monika



Freitag, 24. Dezember 2021

Das 24. und letzte Türchen!

Hallo, Ihr Lieben jenseits des Meeres - und auch ihr, hier auf der Insel, in dieser Flaschenpost öffnen wir endlich das 24. Türchen unseres Adventskalenders - und tadaaa! - es versteckt sich dahinter:

Donnerstag, 23. Dezember 2021

Das 23. Türchen

Hallo, Ihr Lieben jenseits des Meeres - und auch ihr, hier auf der Insel, in dieser Flaschenpost öffnen wir das 23. Türchen unseres Adventskalenders - und tadaaa! - es versteckt sich dahinter:

Mittwoch, 22. Dezember 2021

Das 22. Türchen



Hallo, Ihr Lieben jenseits des Meeres - und auch ihr, hier auf der Insel, in dieser Flaschenpost öffnen wir das 22. Türchen unseres Adventskalenders - und tadaaa! - es versteckt sich dahinter:

Dienstag, 21. Dezember 2021

Das 21. Türchen



Hallo, Ihr Lieben jenseits des Meeres - und auch ihr, hier auf der Insel, in dieser Flaschenpost öffnen wir das 21. Türchen unseres Adventskalenders - und tadaaa! - es versteckt sich dahinter:

Montag, 20. Dezember 2021

Das 20. Türchen

Hallo, Ihr Lieben jenseits des Meeres - und auch ihr, hier auf der Insel, in dieser Flaschenpost öffnen wir das 20. Türchen unseres Adventskalenders - und tadaaa! - es versteckt sich dahinter:

Sonntag, 19. Dezember 2021

Das 19. Türchen



Hallo, Ihr Lieben jenseits des Meeres - und auch ihr, hier auf der Insel, in dieser Flaschenpost öffnen wir das 19. Türchen unseres Adventskalenders - und tadaaa! - es versteckt sich dahinter:

Samstag, 18. Dezember 2021

Das 18. Türchen



Hallo, Ihr Lieben jenseits des Meeres - und auch ihr, hier auf der Insel, in dieser Flaschenpost öffnen wir das 18. Türchen unseres Adventskalenders - und tadaaa! - es versteckt sich dahinter:

Freitag, 17. Dezember 2021

Das 17. Türchen

Hallo, Ihr Lieben jenseits des Meeres - und auch ihr, hier auf der Insel, in dieser Flaschenpost öffnen wir das 17. Türchen unseres Adventskalenders - und tadaaa! - es versteckt sich dahinter:
Hurra, die ersten Weihnachtspäckchen
werden gepackt!

Donnerstag, 16. Dezember 2021

Das 16. Türchen



Hallo, Ihr Lieben jenseits des Meeres - und auch ihr, hier auf der Insel, in dieser Flaschenpost öffnen wir das 16. Türchen unseres Adventskalenders - und tadaaa! - es versteckt sich dahinter:

Mittwoch, 15. Dezember 2021

Das 15. Türchen

Hallo, Ihr Lieben jenseits des Meeres - und auch ihr, hier auf der Insel, in dieser Flaschenpost öffnen wir das 15. Türchen unseres Adventskalenders - und tadaaa! - es versteckt sich dahinter:

Dienstag, 14. Dezember 2021

Das 14. Türchen

Hallo, Ihr Lieben jenseits des Meeres - und auch ihr, hier auf der Insel, in dieser Flaschenpost öffnen wir das 14. Türchen unseres Adventskalenders - und tadaaa! - es versteckt sich dahinter:

Montag, 13. Dezember 2021

Das 13. Türchen

Hallo, Ihr Lieben jenseits des Meeres - und auch ihr, hier auf der Insel, in dieser Flaschenpost öffnen wir das 13. Türchen unseres Adventskalenders - und tadaaa! - es versteckt sich dahinter:

Sonntag, 12. Dezember 2021

Das 12. Türchen

Hallo, Ihr Lieben jenseits des Meeres - und auch ihr, hier auf der Insel, in dieser Flaschenpost öffnen wir das 12. Türchen unseres Adventskalenders - und tadaaa! - es versteckt sich dahinter:

Samstag, 11. Dezember 2021

Das 11. Türchen

Hallo, Ihr Lieben jenseits des Meeres - und auch ihr, hier auf der Insel, in dieser Flaschenpost öffnen wir das 11. Türchen unseres Adventskalenders - und tadaaa! - es versteckt sich dahinter: