Herzlich Willkommen auf meinem Blog

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Mittelbrücke auf Föhr

Samstag, 6. August 2022

In der Ruhe liegt die Kraft...

Hallo, Ihr Lieben jenseits des Meeres - und auch ihr, hier auf der Insel, in dieser Flaschenpost nehme ich euch mit an einen etwas versteckten Ort mitten auf Föhr. Kann sein, dass ihr diesen Ort noch nie entdeckt habt - wenn man nicht weiß, wo er ist, dann kann man ihn kaum finden. Zufällig jedenfalls stolpert man nicht einfach dahin.
Aber jetzt erst mal von vorne:
In der letzten Woche war so viel los, dass Andreas und ich irgendwann einfach nicht mehr wussten, was wir zuerst tun sollten. Eine schreckliche Erfahrung! Und vor lauter Stress und unerledigten Aufgaben haben wir uns wegen Kleinigkeiten gestritten. Es ging einfach nicht mehr.
Und dann haben wir das einzig richtige für diesen Moment getan: 
wir haben alles liegen gelassen, haben unsere beiden Hunde ins Auto eingeladen und sind einfach mal losgefahren. 
An diesem schönen Ort sind wir dann spazieren gegangen.
Ziva guckt hinter Andreas hervor - wo bleibt
denn nur Urmel, unsere zweite Hündin?
Nein, ich verrate euch nicht, wo ihr diesen ruhigen Platz findet - denn dann würde er vermutlich seine Stille und seine Abgeschiedenheit verlieren. Wenn ihr ihn findet, dann behaltet den Platz für euch - sein Zauber wirkt nur, wenn es dort nicht so überlaufen ist, wie am Strand.
Jedenfalls hatten wir noch nicht ganz den Teich erreicht, da war die aufgewühlte und gestresste Seele schon wieder halb geheilt! Das war die Stille, das leise Vogelgezwitscher, die ganz ruhige Wasseroberfläche - und unser Wunsch, dem ganzen Trubel für eine kurze Zeit zu entfliehen.
Ist dieser Baum nicht beeindruckend? Die Wurzeln ragen ins Wasser, spiegeln sich darin - fast könnte man meinen, dass wir einen Mangrovenwald sehen - dabei liegt dieser Teich mitten auf Föhr!
An diesem speziellen Tag gab es wunderbaren Sonnenschein, kaum Wind, dieser Teich liegt ohnehin in einer Vertiefung. Kein Lüftchen hat die Wasseroberfläche gekräuselt, kein Gedanke hat die Seele angetrieben - einfach nur da sein, gegenwärtig sein, atmen!
Auch, wenn ich den genauen Ort nicht mit euch teilen möchte, so möchte ich doch meine Gedanken zu diesem Ort (oder ähnlichen Orten) teilen.
So heilsam für die Seele ist ein solcher Ort, dass man jedem Menschen unserer schnelllebigen Zeit nur raten kann, sich solch einen geheimen Rückzugsort zu suchen.
Beim Spaziergang fiel mir eine Geschichte ein, die ich vor langer Zeit gelesen hatte:
Ein Mönch lebte zurückgezogen und einsam, als Einsiedler, irgendwo.
Eines Tages kamen Wanderer zu ihm und fragten ihn: "Welchen Sinn siehst du in deinem Leben der Stille und der Meditation?"
Der Mönch war gerade mit dem Schöpfen von Wasser aus einem tiefen Brunnen beschäftigt. Er sprach zu seinen Besuchern: "Schaut in den Brunnen. Was seht ihr?"
Die Leute blickten in den tiefen Brunnen: "Wir sehen nichts!"

Nach einer Weile forderte der Mensch die Leute erneut auf: "Schaut in den Brunnen! Was seht ihr jetzt?"
Die Leute blickten wieder hinunter: "Ja, jetzt sehen wir uns selbst!"
Der Mönch sprach: "Als ich vorhin Wasser schöpfte, war das Wasser unruhig. Jetzt ist das Wasser ruhig. Das ist die Erfahrung der Stille und der Meditation: du erblickst dich selbst!"

Und nach einer weiteren Weile sagte der Mönch erneut: "Schaut jetzt noch einmal in den Brunnen. Was seht ihr nun?"
Die Wanderer schauten erneut in den Brunnen: "Wir sehen die Steine am Grund des Brunnens!"
Da erklärte der Mönch: "Das ist die Erfahrung der Stille und der Meditation. Wenn du lange genug verweilst, siehst du den Grund aller Dinge."

Nun gut, den Grund aller Dinge haben wir bei diesem kleinen Ausflug nicht gefunden. Aber für mich war das Erlebnis dennoch erhellend: an diesem klaren Teich mit der spiegelglatten Wasserfläche und dem friedlichen Vogelgezwitscher drum herum wurde mir klar, was der altbekannte Satz bedeutet: In der Ruhe liegt die Kraft.

Diesen Satz kenne ich schon lange - und in der Regel wird er mir verbal wie ein nasser Lappen um die Ohren geklatscht, wenn ich vor lauter Stress im Quadrat flippe und Flüchtigkeitsfehler mache.
Hey, komm mal runter. In der Ruhe liegt die Kraft...
Aber in dieser erzwungenen Ruhe liegt keine Kraft, sondern das ist eher wie ein Dampftopf mit Überdruck. Je mehr ich mich zwinge, nicht hektisch zu werden oder nach außen ruhig zu erscheinen, umso mehr brodelt es innerlich.

Aber an diesem Teich, in dieser Stille - da habe ich die Ruhe erlebt. Da habe ich erlebt, wie es sich anfühlt, wenn die Seele still wird, wenn alles, was stresst, alle unerledigten Aufgaben, alle anstehenden Termine - all das, was unser modernes Leben so anstrengend macht, unwichtig werden. Wenn das Lied der Amsel das einzige ist, was zu hören ist. Und wenn sich in der Wasseroberfläche die Bäume spiegeln und ein Stückchen blauer Himmel auf dem See schwimmt. 
Es ist schwer in Worte zu fassen - aber ja, ich habe Kraft daraus geschöpft.
Am Nachmittag ging es mit neuem Elan wieder weiter.

Ihr Lieben jenseits des Meeres - und natürlich auch ihr, hier auf der Insel: ich wünsche euch, dass ihr solch einen Ort findet, der eure Seelen beruhigt, an dem ihr Kraft schöpfen könnt, an dem ihr einfach nur sein und atmen könnt!
Das wünscht euch
Monika


Mittwoch, 3. August 2022

Hat man jemals genug Freundschaftsbänder?

Hallo, Ihr Lieben jenseits des Meeres - und auch ihr, hier auf der Insel, in dieser Flaschenpost zeigt dir Katharina, wie du mit einigen Wollresten ein schönes Armband für dich selbst oder für deine beste Freundin knüpfen kannst.

Du brauchst:

  • Dünne Wolle in verschiedenen Farben (je mehr Farben, desto bunter)
  • Eine Schere
  • Deine Hände
  • evtl. eine Sicherheitsnadel

Anleitung:

Als erstes suchst du dir die Farben raus, die du verwenden möchtest. Ich habe für jeden Strang eine andere Farbe genommen, damit es schön bunt wird (also fünf Farben). Zusätzlich solltest du dir eine weitere Farbe raussuchen, für die Stränge, die am Rand zu sehen sind (im Beispiel ist das weiß). Wickele die Wollfäden 4-5 mal locker um dein Handgelenk und schneide sie dort ab. Das sollte für die Länge des Armbands reichen. Von der Farbe, die du für den Rand ausgesucht hast, brauchst du 2 Stränge.

Jetzt knotest du die Fäden an einem Ende alle zusammen. Mach den Knoten am besten nicht ganz an den Anfang der Fäden.
So hältst du die zusammengeknoteten
Fäden am Anfang - als Rechtshänderin
benutze ich die rechte Hand, Linkshänder
können das ganze spiegelbildlich machen.
Ich habe die beiden weißen Fäden rechts und
links nach hinten gelegt, damit sie mir
bei den folgenden Arbeitsschritten nicht
im Weg sind.
Die kurzen Fäden hinter dem Knoten legst du nun zwischen Zeige- und Mittelfinger, sodass der Knoten auf deinem Zeigefinger liegt. Als nächstes musst du die Stränge sortieren. Links und rechts außen sollten die zwei gleichfarbigen Stränge liegen, die am Rand zu sehen sind. Die Farben dazwischen kannst du so anordnen, wie du hinterher die Farben nebeneinander liegen haben möchtest.

Nun kannst du mit dem Armband anfangen! Als erstes brauchst du den Faden der ganz rechts ist, aber nicht der „Randfaden“ ist. Diesen wickelst du einmal von unten um deinen Daumen.
Den ersten Faden einmal um den Daumen
wickeln
Danach lässt du den Faden erst mal
runterhängen und nimmst den
nächsten Faden, der direkt daneben liegt.
Das gleiche machst du auch mit dem Faden links daneben.
Hier ist der zweite Faden um den
Daumen gewickelt.
Wiederhole das ganze sooft, bis jeweils alle 5 bunten Stränge einmal um deinen Daumen gewickelt sind.
Alle fünf Fäden habe ich um den Daumen
gewickelt, die beiden weißen Fäden rechts
und links kommen gleich an die Reihe
 
Hier zeige ich dir das Ganze noch
einmal aus einer anderen Perspektive
Jetzt brauchst du erst die beiden „Randfäden“.
Der linke Faden wird von links nach rechts
durch alle Schlaufen gefädelt
Den einen fädelst du von links durch alle Schlaufen auf deinem Daumen, den anderen von rechts.
Der rechte Faden von rechts
nach links
Das ganze Konstrukt kannst du nun vom Daumen streifen und festziehen.
Ich habe das ganze Gebilde
vom Daumen abgestreift, ohne die
Fäden durcheinanderzubringen.
Jetzt müssen nur noch alle Fäden
gleichmäßig festgezogen werden.
Pass dabei auf, dass du an allen Strängen gleichmäßig ziehst.
Wieder ist ein Knoten fertig
und muss nur noch fest gezogen werden.
Man kann schon den Anfang des
Armband-Musters erkennen.
Den ganzen Prozess wiederholst du nun ganz oft, bis dein Armband fast um dein Handgelenk passt.
Reihe für Reihe wächst das
Armband.
Du kannst den Knoten auch mit einer Sicherheitsnadel an deiner Hose oder an einem Kissen befestigen, damit du diesen nicht die ganze Zeit festhalten musst.
Damit du zwischendurch mal die
Finger entspannen kannst, kannst du
das Band zum Knüpfen mit einer
Sicherheitsnadel an deinem Hosenbein
oder einem Kissen feststecken.
Wenn das Armband die gewünschte Länge erreicht hat, teilst du die Fäden in 2 Gruppen.
Einmal 4, einmal 3 Fäden
Diese flechtest du dann ein paar Zentimeter nach unten und verknotest die Enden.
Ein paar Zentimeter flechten und
anschließend die Fäden verknoten
Den Knoten, den du am Anfang in das Armband gemacht hast, öffnest du jetzt wieder und flechtest diese Enden auch.
Mit den Zöpfchen an den Enden kannst
du dein Armband um dein Handgelenk knoten.
Mit diesen Strängen kannst du das Armband ganz einfach um dein Handgelenk knoten.
Einfach am Handgelenk festknoten
Fertig ist dein Freundschaftsarmband!
Fertig!
Viel Spaß beim Nachmachen wünscht dir

Katharina

Samstag, 30. Juli 2022

Kennst du den Tempel der tausend Spiegel?

Hallo, Ihr Lieben jenseits des Meeres - und auch ihr, hier auf der Insel, in dieser Flaschenpost möchte ich mit euch ein paar Gedanken über eine Geschichte teilen, von der ich leider nicht mehr weiß, wer sie geschrieben hat.

Eine Spiegelgeschichte

Es gab einst einen Tempel mit tausend Spiegeln. Er lag hoch oben auf einem Berg, und sein Anblick war gewaltig. Eines Tages kam ein Hund in diesen Tempel. Als er in den Saal der tausend Spiegel kam, sah er tausend Hunde. Er bekam Angst, sträubte das Nackenfell, klemmte den Schwanz zwischen die Beine, knurrte furchtbar und fletschte die Zähne. Und tausend Hunde sträubten das Nackenfell, klemmten die Schwänze zwischen die Beine, knurrten furchtbar und fletschten die Zähne. Voller Panik rannte der Hund davon und glaubte von nun an, dass die ganze Welt aus knurrenden, gefährlichen und bedrohlichen Hunden bestehe.
Eigentlich ist Molly ein ganz
lieber Chihuahua, aber hier
guckt sie schon ziemlich
grimmig, oder? Als wollte
sie gleich beißen...
Einige Zeit später kam ein anderer Hund. Auch er betrat den Tempel. Als er in den Saal kam, sah auch er tausend andere Hunde. Er aber freute sich. Er wedelte mit dem Schwanz, sprang fröhlich hin und her und forderte die Hunde zum Spielen auf. Und er sah tausend Hunde, die ihm schwanzwedelnd entgegen sprangen. Dieser Hund verließ den Tempel mit der Überzeugung, dass die ganze Welt aus netten, freundlichen Hunden bestehe, die ihm wohlgesonnen sind.
Diesen dreien fliegen alle Herzen zu -
so freundliche liebe Hunde!

Was würde ich sehen?

Werde ich tausend freundliche Menschen sehen, die mir freudestrahlend entgegen lächeln? Oder begegnen mir tausend Beweise, dass die Welt aus missmutigen, unfreundlichen oder ängstlich drein blickenden Menschen besteht?

Oder sehe ich mich selbst - und zwar wie üblich mit dem ganz kritischen Eigenblick: die grauen Haare, der zu dicke Bauch, das Hüftgold, die müden Augen?

Oder habe ich die Chance, mich zu sehen, wie andere mich wahrnehmen?

Ich bin, wie ich bin

Aus vielen Sprichwörtern weiß ich eigentlich schon lange, dass ich es selbst in der Hand habe, wie man mir begegnet:
Was du nicht willst, dass man dir tu,
das füg auch keinem andern zu.
Diese sprichwörtliche Weisheit hat mir schon meine Mutter beigebracht, als ich noch nicht einmal in die Schule ging. Und auch das andere:
Wie man in den Wald hineinruft,
so schallt es auch heraus.
Eigentlich weiß ich, dass ich nur selbst freundlich sein muss, dann werden mir die meisten Menschen auch freundlich entgegenkommen.

Was aber kann ich tun, wenn meine grundsätzliche Weltsicht keine ganz positive ist?
Wenn ich an mir selbst immer eher das Negative entdecke, oder wenn ich ohnehin eher schüchtern und verschlossen bin?

Leider hat die Geschichte vom Tempel der tausend Spiegel ja sehr recht: wenn ich, wie der erste Hund, bei jeder Begegnung mit anderen Menschen eher ängstlich und verschlossen bin und vielleicht einfach schon mal vorsorglich ruppig, dann werden mir andere Menschen ebenfalls ruppig begegnen. Ich trage ja in mir, wie mir die Welt begegnet.
Aber selbst, wenn ich mir fest vornehme, ab jetzt immer freudig und offen auf andere zuzugehen, kann ich ja nicht aus meiner Haut. Ein schüchterner Mensch ist nun einmal schüchtern und kann auch nicht wirklich überzeugend den weltoffenen Menschen spielen. Ich bin ja, wie ich bin.

Und wisst ihr, was mir dazu noch einfällt?
Mir fällt noch ein, was Gott zu uns sagt:
Du bist mir ähnlich, das sagt er.
Es ist ihm egal, wie wir in diese tausend Spiegel blicken. Er sieht uns an - und liebt uns, so, wie ich bin: mit Falten und ohne, zu groß, zu klein, zu dick, zu dünn. Es ist ihm egal, ob ich schüchtern bin oder locker und offen auf die Welt zugehe. Gott liebt mich genau so, wie ich bin.

Also, mich macht das erstmal fröhlich. Und gibt mir ein bisschen Sicherheit in dieser Welt, die ja irgendwie voller Fettnäpfchen ist - und ich treffe sie übrigens alle!!!

Ihr Lieben jenseits des Meeres, und auch ihr, hier auf der Insel, ab und zu mal in tausend Spiegel gucken könnte heilsam sein - und uns zeigen, wie die Welt auf uns reagiert. Aber dann gehen wir aus diesem Tempel wieder raus - und wissen, dass Gott uns anders sieht!

Seid gesegnet!
Monika


Samstag, 23. Juli 2022

Leicht, schillernd, bunt - bezaubernd!

Hallo, Ihr Lieben jenseits des Meeres - und auch ihr, hier auf der Insel, in dieser Flaschenpost lasse ich die Seifenblasen fliegen, die wir vor einigen Wochen selbst hergestellt haben.

Also: mischt euch Seifenblasen-Flüssigkeit oder kauft euch ein Pustefix o.ä. im Drogeriemarkt - und folgt meinen Gedanken:

Gelobt sei der Herr, denn er hat erhört
die Stimme meines Flehens.
Der Herr ist meine Stärke und mein Schild;
auf ihn traut mein Herz und mir ist geholfen.
Nun ist mein Herz fröhlich,
und ich will ihm danken mit meinem Lied.

Seifenblasen…

Montag, 18. Juli 2022

Sockenpuppen - Lala

Hallo, Ihr Lieben jenseits des Meeres - und auch ihr, hier auf der Insel, in dieser Flaschenpost erlebt ihr Fiebs und Frieda mal ganz musikalisch.

Was die beiden anstellen, damit die Sockenpuppen-Lala so richtig gut klingt, könnt ihr in diesem Video sehen, entweder gleich hier auf dem Blog oder ihr klickt hier, um es auf YouTube anzugucken.



Viel Spaß beim musikalischsten Sockenpuppen-Video aller Zeiten wünschen

Frieda und Fiebs

 sowie
Felictias und Katharina

Samstag, 16. Juli 2022

Was haben ein Baumwollfaden, Mose - und vielleicht auch ich oder du gemeinsam?

Hallo, Ihr Lieben jenseits des Meeres - und auch ihr, hier auf der Insel, in dieser Flaschenpost möchte ich mit euch einige aus der letzten Mittwochs-Andacht in Wyk teilen:

Es war einmal...

...  ein kleiner Baumwollfaden, der war mit sich und der Welt unzufrieden. Er hatte Angst, dass es mit ihm einfach zu nichts reichts, so wie er war: "Für ein Schiffstau bin ich viel zu schwach", sagte er sich, "und für einen Pullover zu kurz - und um an andere anzuknüpfen, dazu habe ich zu viele Hemmungen. Für eine Stickerei eigne ich mich auch nicht, denn dazu bin ich zu blass und zu farblos. Ja, wenn ich aus Seide wäre, dann könnte ich eine Stola verzieren oder ein Kleid. Aber so? Es reicht einfach zu nichts. Was kann ich schon? Niemand braucht mich. Niemand mag mich. Und ich mag mich selbst am allerwenigsten." So sprach der kleine Baumwollfaden, und dann legte er sich traurige Musik auf und fühlte sich ganz niedergeschlagen in seinem Selbstmitleid.

Samstag, 9. Juli 2022

Zeit und Glück

Hallo, Ihr Lieben jenseits des Meeres - und auch ihr, hier auf der Insel, in dieser Flaschenpost mache ich mich mal wieder auf die Suche nach Glück.

Glück ist wie ein Schmetterling. Es braucht Entfaltung.
Wir können es jagen, aber es wird nicht bleiben.
Wir können es nähren, dann wird es sich zeigen.

Ich kann leider nicht genau sagen, wer diesen Satz geprägt hat - ich habe ihn ohne Autorenangabe auf mehreren Webseiten gefunden.

Weite und Freiheit - das ist Glück!

Elke Heidenreich schreibt über das Glück:

(Vorwort zum Buch: „Vom Glück der Langsamkeit“, Quint Buchholz, 2019)
Zeit und Glück, das hängt zusammen. Beide sind nicht greifbar, sind flüchtig, sie sind Widersacher: Will ich das Glück greifen, löst es sich auf, will ich die Zeit anhalten, hui, ist sie schon weitergeflogen. Wir können beidem nur mit Demut begegnen. Glück annehmen, Zeit ausfüllen oder aushalten, das Glück kämpft letztlich einen aussichtslosen Kampf gegen die Niederträchtigkeit der Zeit.
(…)